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Bahnhof Frankfurt-Rödelheim Neue Mitte

Mit dem neuen Arthur-Stern-Platz endet der Umbau rund um den Bahnhof Frankfurt-Rödelheim. Eröffnung ist am 14. Februar.

Arthur-Stern-Platz
Der Arthur-Stern-Platz am Rödelheimer Bahnhof ist fast fertig. Foto: ROLF OESER (Rolf Oeser)

Noch wird eifrig gewerkelt am neuen Arthur-Stern-Platz auf der Westseite des Rödelheimer Bahnhofs. Große Stapel mit verpackten, rechteckigen Pflastersteinen beherrschen das Bild. Auch fehlen in den neu aufgestellten Unterständen am Busbahnhof die Scheiben. Es gibt noch einiges zu tun, bis OB Peter Feldmann, Verkehrsdezernent Klaus Oesterling und Planungsdezernent Mike Josef (alle SPD) den Platz am 14. Februar feierlich eröffnen.

„Wir liegen aber gut in der Zeit und sind voll im Plan“, versichert Michaela Kraft, Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung. Namensgeber des neuen Platzes, der durch den Abriss des alten Supermarkt-Gebäudes entstanden ist, ist Arthur Stern. Der in Rödelheim aufgewachsene jüdische Kaufmann war ein begeisterter Sportler, im 1902 gegründeten
1. FC Rödelheim stark engagiert, viele Jahre dessen Vorsitzender.

Seine 1923 geborene Tochter Edith hatte den Kindergarten der evangelischen Cyriakus-Gemeinde und später die Radiloschule besucht. Nach den Zerstörungen in der Reichspogromnacht durch die Nationalsozialisten und nachdem Arthur Stern zunächst nach Buchenwald deportiert war, gelang es der Familie, zu emigrieren und sich in Buffalo in den USA niederzulassen. Dort verstarb Arthur Stern 1963.

Anlässlich eines Recherche-Projekts mit Schülern über die Zeit des Nationalsozialismus in Rödelheim knüpfte Sozialarbeiter Heiko Lüßmann vom „Raum“ Mitte der 1980er Jahre den Kontakt zur Tochter in den USA. Bis zum ihrem Tod 2014 besuchte Edith Froehlich noch dreimal Frankfurt und Rödelheim. Ihre Kinder, die Enkel von Arthur Stern, hat die Stadt zur feierlichen Eröffnung des nach ihrem Großvater benannten Platzes eingeladen.

Die Fertigstellung des Arthur-Stern-Platzes markiert zugleich den Schlusspunkt einer jahrelangen Umgestaltung rund um den Rödelheimer Bahnhof. 1,6 Millionen Euro hatte die Stadt aus dem Topf „Schöneres Frankfurt“ für die Gestaltung des Stadtplatzes bereitgestellt. Der soll für die Bürger ein Ort sein, an dem sie sich begegnen und auf dem sie sich aufhalten möchten. Dazu soll auch der geplante Wochenmarkt beitragen.

 

Markante Gestaltungsmerkmale sind die große Platane an der Breitlacherstraße und die Esskastanie an der Westerbachstraße, die von Sitzbänken eingefasst werden sollen. Zudem wünscht sich der Ortsbeirat 7, dass auf dem Arthur-Stern-Platz seniorengerechte Sitzbänke aufgestellt werden, die sich durch höhere Sitzhöhe, einer geradere Rückenlehne und Armlehnen auszeichnen.

Einstimmig hatte sich das Gremium in seiner Sitzung am Dienstag für den Vorschlag von Bündnis 90/Die Grünen und Farbechte/Die Linke ausgesprochen. Auch begrüßt der Ortsbeirat das Vorhaben der Stadt, Fahrrad-Abstellanlagen auf dem Platz zu errichten. Zudem hat der 7er in einem interfraktionellen Antrag dafür gestimmt, einen Künstlerwettbewerb zur Gestaltung der Unterführung am Rödelheimer Bahnhof auszuloben. Die Unterführung verbindet den neuen Arthur-Stern-Platz mit dem Baruch-Baschwitz-Platz auf der Ostseite.

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