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Austellung in Frankfurt Erntedank im Palmengarten

Die Ausstellung „Erntedank“ ist bis Sonntag im Frankfurter Palmengarten zu sehen. Am Wochenende wird dort außerdem Herbstfest gefeiert.

Palmengarten
Herbstliche Blumen- und Pflanzenpracht: Die Erntedankausstellung im Palmengarten ist eröffnet. Foto: Monika Müller

Kein Verlass mehr auf dieses Klima. Längst hatte man sich daran gewöhnt, dass zur Eröffnung der Erntedank-Ausstellung im Palmengarten samt Herbstfest draußen tropische Sommerhitze herrscht, während drinnen die tollsten Früchte und Gemüse des Herbsts gezeigt werden. Und nun? Nieselregen. Auf einmal absolutes Herbstwetter – und das im Herbst!

„Draußen ist es schlechter, als wir uns das gewünscht haben“, sagt Palmengartendirektor Matthias Jenny am Mittwoch zur Eröffnung, „aber drinnen ist es schöner, als wir uns das vorstellen konnten.“ Überall Gelb und Orange, überall Kürbisse, Mais, Paprika, überall Sonnenblumen, Gladiolen, Dahlien. Zur Zierde Regenschirme an der Decke, gelb und orange, und üppige Arrangements der Palmengärtner.

Der kleine Pavillon, der auch schon mal mit Vornamen Rosen hieß, ist jetzt ein bunter Herbstpavillon. Die Damen, die stets den Ausstellungseröffnungen beiwohnen, nehmen das sehr wohl wahr. Sie kommen auch schnell mit dem Oberbürgermeister ins Parlieren, der diesmal die Schau eröffnet und in Kindheitsbildern schwelgt, mit dem Papa im Palmengarten.

Inzwischen ist Peter Feldmann ja selbst der Papa, der bisweilen die Tochter hierherführt. Am Mittwoch war er vorher in der Kinder-Uni und staunte, wie viele Luftballons es braucht, einen Stoffhamster fliegen zu lassen. Im Palmenhaus krächzen die frechen Papageien dazwischen, als der OB spricht. Trotzdem unterzeichnet er anschließend unter hundert Augenzeugen seinen Aufnahmeantrag für den Verein Freunde des Palmengartens.

Das freut den Direktor, der sodann um Applaus bittet für die Mitarbeiter, denn: „An dieser tollen Ausstellung haben ganz viele mitgearbeitet, nur ich nicht.“ Wobei man der Ehrlichkeit halber sagen muss: der OB ja auch nicht. Jenny rät, dankbar zu sein beim Erntedank. „Es gibt gerade viel Schlimmes auf der Welt – umso dankbarer sind wir, dass wir dieses Fest haben.“ Den guten Rat, doch künftig Plastikgemüse zu verwenden, das sei jahrelang einsetzbar, lehnt Jenny rigoros ab: „Nein! Das würde nicht so gut riechen.“ Auch gelte es zu zeigen, dass Frankfurt „ein Bauerndorf“ sei: „Es ist wichtig, dass man hier nicht nur staunt, sondern auch isst.“ Am Wochenende dann.

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