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April King im Palmengarten „Männerlieder neu interpretiert“

Ihre ersten Auftritte hatte April King auf Gartenpartys. Jetzt singt sie die größten Songs der US-Blueslegende Etta James im Palmengarten. Die FR verlost Tickets.

April King
April King singt seit sie ein Baby war. Sagt ihre Mutter. Foto: Michael Schick

April King ist in der Tat ihr echter Name. „Meine Eltern haben wirklich nicht damit gerechnet, dass aus mir eine Sängerin wird, denn keiner sonst in meiner Familie kann singen. Aber King ist wirklich ein genialer Bühnenname“, erzählt King. Sie singt am 23. August ab 19.30 Uhr im Palmengarten. Das Konzert hat den Titel „Matriarch of the Blues - A tribute to Etta James“. Eine Band ist natürlich auch dabei.

Für den Abend im Palmengarten hat King ein Programm zu Ehren der legendären US-Bluessängerin Etta James zusammengestellt. „Das Besondere an Etta James ist, dass sie eine starke Frau war, die Lieder, die bis dahin nur von Männern gesungen wurden, neu interpretierte. Und zwar aus der Frauenperspektive“, betont King. Darunter sei auch „Take me to the Limit“ von den Eagles.

April King zieht 1992 nach Hessen

Der Liebe wegen zog die gebürtige US-Amerikanerin im Jahr 1992 nach Hessen. Seit vielen Jahren Jahren lebt sie im Frankfurter Nordend. Aufgewachsen ist sie aber in Louisville, Kentucky, mit fünf Geschwistern. „Meine Mutter behauptet, dass ich schon als Baby im Auto das Motorengeräusch nachgesungen habe“, sagt die Sängerin und lacht. Ihre ersten Auftritte hatte sie dann als kleines Mädchen bei den Bridge-Gartenpartys ihrer Mutter. „Mit 14 Jahren fing ich an, Gesang zu studieren.“

Von der Deutschen Rock- und Popakademie wurde sie im Jahr 2006 als beste Bluessängerin Deutschlands ausgezeichnet. Zwei Jahre später vertrat die Sängerin auf mehreren Konzerten Frankfurt in der chinesischen Partnerstadt Kanton. „Seit ich ein kleines Mädchen war, war ich ein Fan von Etta James“, erzählt King, die „etwas über 50“ ist. James habe ihre Lieder mit so viel Schmerz und Seele interpretiert. Dies kam nicht von ungefähr. James wuchs nämlich – im Gegensatz zu King – nicht in einer fröhlichen Großfamilie auf, die gerne tanzte und beim Putzen sang. Etta James‘ Mutter war minderjährig bei der Geburt, sie wuchs bei ihren Großeltern und Pflegeeltern auf.

Schon im Alter von 13 Jahren sang sie an Straßenecken oder in kleinen Clubs als Teil des Mädchen-Trios „The Creolettes“. Zu ihrem Repertoire gehörten Rhythm’n’Blues, Soul, Gospel, Country und Jazz. James hatte neun Top 40 Hits, war vor allem in den 60ern ein Star, aber leider auch lange heroinsüchtig. Im Jahr 2012 starb die Sängerin mit 73 Jahren.

James habe Sängerinnen wie die legendäre Janis Joplin inspiriert, so King. Pop-Queen Beyoncé verkörperte sie in dem Spielfilm „Cadillac Records“ und sang ihren Song „At Last“ beim Inaugural Ball von Ex-US-Präsident Barack Obama. „Ich habe entschlossen, mich beim Konzert auf das Live-Album von Etta James ,My greatest Songs’ aus dem Jahr 1992 zu konzentrieren. Das war auch das Jahr, in dem ich nach Deutschland kam“, sagt King. Dann gibt sie am Telefon eine sehr schöne Gesangsprobe von „Something’s Got A Hold On Me“.

„Matriarch of the Blues - A tribute to Etta James“ ist der Titel des April-King- Konzerts am 23. August um 19.30 Uhr im Palmengarten, Siesmayerstraße 63. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der FR und dem Frankfurter US-Generalkonsulat statt. Der Eintritt kostet 12 Euro, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Der Vorverkauf läuft bereits. Tickets können vorab an der Kasse des Palmengartens, Siesmayerstraße 63, täglich von 9 bis 19 Uhr, erworben werden. Online oder telefonisch können keine Tickets gekauft werden.

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