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Unterliederbach Energieeffizient Wohnen

Besonders energieeffizient lässt es sich künftig in der Unterliederbacher Parkstadt wohnen. Die Entwicklungsgesellschaft KEG stellt ihr letztes Neubauprojekt in der Kamelienstraße vor.

Wohnen in Unterliederbach
Das Mehrfamilienhaus steht in der in der Kamelienstraße 35. Foto: Christoph Boeckheler

Der Bevölkerungsanstieg in Frankfurt lässt Wohnraum weiter knapp werden. Doch mehr Einwohner, das bedeutet auch eine höhere CO2-Belastung für die Stadt. Mit dem Neubaugebiet Parkstadt in Unterliederbach will die Stadt gleich beide Probleme angehen. Die bauliche Entwicklung des energieeffizienten Wohnquartiers im Frankfurter Westen kommt nun zum Abschluss. Am Mittwoch wurde mit dem „Energieautarken Haus Frankfurt“ (EAH) das letzte fertige Neubauprojekt der Siedlung vorgestellt.

Schon im Januar werden die neuen Bewohner das energieautarke Haus in der Kamelienstraße beziehen. In den sieben Wohneinheiten werden Rentner, Alleinstehende und Familien mit Kindern gemeinsam eine Wohngemeinschaft bilden. Denn der Clou des Projekts ist die Verknüpfung von Nachhaltigkeit mit einem modernen Gemeinschaftswohnmodell. Für die Planung hat die verantwortliche Grundstücksentwicklungsgesellschaft KEG dafür mit dem Netzwerk für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen kooperiert.

Die Vorteile des Konzepts lägen auf der Hand, wie Ulrike Hollstein von der für den Projektentwurf verantwortlich zeichnenden Beratungsstelle für Stadterneuerung und Modernisierung (BSMF) erklärt. Die im EAH integrierten Gemeinschaftsräume böten Orte für Begegnung. Gleichzeitig könnten Elektrogeräte in Küche und Keller von den Bewohnern zusammen genutzt werden. Das spare wiederum Energie ein, so Hollstein.

Haus versorgt sich selbst mit Energie

Durch die Nutzung verschiedener regenerativer Energiequellen sowie eines Energiespeichers kann sich das Haus zukünftig außerdem selbst mit Energie versorgen. Lediglich die Finanzierung der dafür nötigen Wasserstofftechnologie stehe noch aus, wie der KEG-Geschäftsführer Rainer Wrenger, bei der gestrigen Feier der Fertigstellung des Projekts sagte. Der Antrag auf Fördermittel an das Land Hessen sei dafür bereits eingereicht worden. „Wir hoffen und sind optimistisch, dass das Land die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen wird“, so Wrenger.

Oberbürgermeister und KEG-Aufsichtsratsmitglied Peter Feldmann (SPD) zeigte sich zufrieden mit dem Projektverlauf. Das Wohngebiet Parkstadt zeige, dass die Entwicklung von Wohnflächen und der Klimaschutz in Frankfurt Hand in Hand gehen könnten.

Seit dem Kauf des rund elf Hektar großen Areals nördlich des Freibads „Silobad“ durch die KEG 2010 sind dort insgesamt 291 Wohneinheiten entstanden. 102 davon wurden im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus der Stadt Frankfurt sowie des Landes Hessen realisiert. Neu entstandene Energieplus-Häuser tragen zur CO2-Reduktion im Viertel bei.

Die Anbindung aller Neubauten an ein neu errichtetes Nahwärmenetz soll den Energieverbrauch in der Parkstadt zusätzlich auf einem niedrigen Niveau halten. Einen weiteren Anreiz zum Klimaschutz bieten vier ebenfalls in der Kamelienstraße installierte Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

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