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„Svea“ in Sachsenhausen Mehr als Köttbullar

Im Restaurant „Svea“ in Frankfurt-Sachsenhausen will Lasse Johansson zeigen, was die schwedische Küche zu bieten hat.

Lasse Johansson
Ende November eröffnet Lasse Johansson sein Restaurant in Sachsenhausen. Foto: Christoph Boeckheler

Wenn nicht ein großes Möbelhaus seine Speisen anbieten würde, wüssten wohl die wenigsten, was in Schweden auf den Teller kommt. Doch dass es viel mehr gibt als Fleischklößchen und Mandeltorte, kann Lasse Johansson bald beweisen. Der Schwede eröffnet Ende November sein Restaurant „Svea“ in der Brückenstraße in Sachsenhausen. Noch wird gearbeitet im Erdgeschoss des Hauses mit der prachtvoll verzierten Sandsteinfassade. Eine Bar mit Holztresen steht schon, an eine Wand wurde die Altstadt Stockholms gepinselt, eine andere zeigt freigelegte Backsteine. Rund 50 Gäste finden Platz in dem kleinen Lokal.

„Ich will versuchen, die schwedische Küche so zu präsentieren, wie ich es selbst gelernt habe“, sagt Johansson, das heißt, nicht angepasst an den deutschen Gaumen. Der 45-Jährige hofft, dass die Frankfurter die neuen Gerichte trotzdem annehmen. Und so exotisch seien sie ja nicht. Neu könnte für viele das Fleisch von Elch und Rentier sein, das die schwedischen Küchenchefs zubereiten werden, aber auch diverse Fischgerichte.

Die kleine Karte werde zudem einige schwedische Klassiker aufweisen, verrät Johannson, der in seiner Heimat eine Restaurantschule besucht hat. Manche der Gerichte verweisen auf bekannte Orte und Personen. Der Name Biff Rydberg, Rinderfiletwürfel mit gerösteten Kartoffelwürfeln, Zwiebeln, Senfcreme und Eigelb geht etwa auf ein altes Hotel in Stockholm zurück. Und die klassische Vorspeise „Toast Pelle Janzon“, das mit hauchdünnen Rinderfiletscheiben, Kapern, Zwiebeln und Eigelb belegt wird, ist nach dem schwedischen Opernsänger benannt. Ach so, Köttbullar lassen sich auch bestellen.

Zum Nachtisch gibt es Apfel-Crumble mit Vanille-Soße oder Käsekuchen aus Småland, mit einer lauwarmen Soße aus Moltebeeren. Zuviel will Johansson nicht importieren, Rindfleisch und Wasser werde er aus der Region beziehen, genauso wie die meisten Weine. Wer mag, kann schwedischen Cidre, der süßer als Apfelwein schmecke, probieren, sowie Whiskey und Schnäpse aus Schweden.

Ein eigenes Restaurant aufzumachen ist für Johansson, der vor 18 Jahren nach Deutschland kam, schon immer ein Traum gewesen. Bevor er sich in Frankfurt niederließ, ist er in ganz Europa als Gastronom unterwegs gewesen. In der Mainmetropole, arbeitete er im Club King Kamehameha oder in der Tapas-Bar Destino.

Lange suchte er nach einem geeigneten Platz für das „Svea“, was übersetzt kleine Schwedin bedeutet. Nun ist Johansson glücklich, im Brückenviertel fündig geworden zu sein. „Mir gefällt der Mix von alten und neuen Läden, die Menschen und dass es weniger hektisch als in der City ist.“ Sein Konzept passe hier rein. Um die Ecke gebe es einen Peruaner und einen Japaner. Ein rein schwedisches Restaurant sei dagegen in Frankfurt neu. Soweit er wisse, gebe es überhaupt nur drei schwedische Restaurants in ganz Deutschland. Bald vier.

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