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Schwanheim Weniger Platz mit mehr Qualität

Die Evangelische Martinuskirche hat sich ein neues Gemeindehaus gebaut. Die offizielle Eröffnung findet erst in einem Monat statt.

Pfarrerin Renate Dienst vor dem neuen Gemeindehaus in der Schwanheimer Martinskirchstraße 53. Foto: christoph boeckheler 0049.1702932067 mail@boeckheler.com

Zwischen den alten Häusern der Schwanheimer Altstadt und der evangelischen Martinuskirche ist der einstöckige Neubau in der Martinskirchstraße ein echter Hingucker. Hohe Fenster, hellgraues Eichenholz und schieferfarbene Elemente schmücken das Gebäude, das neben dem Altbau der Kirche steht. Durch die Fenster strömt Licht in den leeren Saal im Inneren. Auch hier sind die Wände und der Boden mit hellem Holz ausgeschmückt.

Der moderne Neubau ist das neue Gemeindehaus der evangelischen Martinuskirche. Zusammen mit dem frisch renovierten Altbau ersetzt er in Zukunft die ehemaligen Gemeinderäume auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Etwa 18 Jahre lang mussten die Mitglieder der Martinusgemeinde für Veranstaltungen und Organisatorisches jedes mal von der Kirche aus über die Hauptstraße laufen. In dieser Zeit war im Altbau ein Wohnheim untergebracht.

Bereits Leben in die Räume eingezogen

„Wir sind wirklich froh, dass wir jetzt so ein schönes modernes Gebäude zur Verfügung haben“, sagt Pfarrerin Renate Dienst, „das motiviert uns.“ In ihrem neuen Büro im Altbau riecht es noch immer nach frischer Farbe. Vor drei Jahren hatte sie beim evangelischen Regionalverband das Gebäudekonzept für die Kirche vorgelegt. Anhand dieses Konzepts bestimmt der Verband, wie viel Platz der Gemeinden zusteht. Je weniger Mitglieder desto weniger Platz.

Für die 1850 Mitglieder der Schwanheimer Kirche waren die 290 Quadratmeter des alten Gemeindehauses zu viel. Deshalb wurde das Büro wieder in den Altbau verlegt und das neue Gebäude als alternativer Saal angebaut. Zwei Jahre hat das 945 000 Euro teure Bau- und Renovierungsprojekt gedauert. „Wir haben jetzt zwar weniger Platz, aber deutlich mehr Qualität“, sagt Pfarrerin Dienst. Rund 163 Quadratmeter stehen der Kirche jetzt zur Verfügung.

Schon im März ist das Gemeindebüro wieder in das Erdgeschoss des Altbaus eingezogen. Neben dem Sprechzimmer der Pfarrerin ist hier ein Gruppenraum, das Archiv, eine Teeküche und das Büro der Gemeindepädagogin zu finden. Die oberen Stockwerke werden als Wohnräume genutzt.

Obwohl der neue Gebäudeteil erst am 25. Juni offiziell eröffnet wird, ist auch hier bereits Leben in die Räume eingezogen. „Die Kindergruppe hat die neue Küche schon mit Rührei eingeweiht“, sagt Renate Dienst und lacht. Wie die beiden Toiletten, die Garderobe und ein großer Stauraum, liegt die Küche in einem Kubus inmitten des neuen Saals versteckt. Silke Wedekind, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands zeigt, wie man die Räume je nach Gebrauch öffnen und auch wieder hinter den Holztüren verschwinden lassen kann.

Etwa 80 Menschen sollen im Saal des Neubaus Platz finden. Neben Kinoabenden, Seniorennachmittagen oder Krabbelgruppen veranstaltet die Gemeinde dort unter anderem Kindergottesdienste und den Senioren-Advent. Während das neue Gebäude bereits barrierefrei ist, soll in einem letzten Bauabschnitt auch der Altbau einen stufenfreien Zugang bekommen.

Für Pfarrerin Dienst hat der Umbau vor allem einen symbolischen Wert: „Mit unserem Kindergarten, den Gemeindehäusern und der Kirche nebeneinander und auf einer Straßenseite, ist die Gemeinde jetzt wieder näher zusammengerückt.“

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