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Schwanheim Waldspielpark im Sommer auch ohne Wasser beliebt

Der Waldspielpark in Schwanheim besticht nicht nur durch seine Lage mitten im Grünen, sondern auch durch sein Angebot. Besucher jeden Alters finden auf der 3,7 Hektar großen Anlage ihr Gerät. Einziger Kritikpunkt ist die defekte Wasserspielanlage.

Wasserspielanlage
Seit Jahren trocken: Die Till-Eulenspiegel-Figur der Wasserspielanlage. Foto: peter-juelich.com

Der Waldspielpark in Schwanheim ist ein Anziehungspunkt für Eltern mit ihren Kindern über die Grenzen des südlichen Stadtteils hinaus. Die im Grünen gelegene Anlage vermittelt den Besuchern, sich tatsächlich im Wald zu befinden. Zudem ist sie nur wenige Gehminuten von der Haltestelle der Straßenbahnlinie 12 entfernt und auch mit Auto oder Fahrrad dank ausreichender Park- und Abstellmöglichkeiten leicht zu erreichen.

„Im Normalfall bin ich mit meinen Kindern jedes Wochenende hier“, sagt Jens Ressmann aus Goldstein. Als Kind habe er selbst schon regelmäßig den großen Spielplatz aufgesucht, jetzt kämen die zahlreichen Spielgeräte bei seinem Nachwuchs gut an. „Der Platz ist toll und wird gut instand gehalten“, lobt der Vater.

Das Angebot kann sich sehen lassen: Klettergerüste, eine Riesenrutsche, Schaukeln, ein Karussell und eine Seilbahn lassen bei den jungen Besuchern schnell Begeisterung aufkommen. Ein großer integrativer Dino-Spielbereich wurde in Kooperation mit der Kinderhilfestiftung und dem Senckenberginstitut 2007 realisiert.

Auch ältere Spielplatzbesucher kommen mit einem Soccer-Feld, Volleyballfeldern und überdachten Tischtennisplatten auf ihre Kosten. Darüber hinaus bietet die 3,7 Hektar große Anlage zahlreiche Sitzgelegenheiten, auf einer großen Lichtung viel Platz zum Bewegen oder auf einer Wiese viel Platz, um in der Sonne zu liegen. Gleich nebenan befindet sich ein Grillplatz mit 16 kleinen und großen Feuerstellen. Da dieser außerhalb des Spielgeländes liegt, dürfen dort auch Hunde mitgebracht werden. Durch seine Lage am Waldesrand können Besucher des Spielparks sich zudem auf einige Wander- und Radtouren begeben.

„Für dieses Angebot würde ich auch Eintritt zahlen“, sagt Carina Hessler aus Höchst. Auch sie war in ihrer Kindheit regelmäßig im Waldspielpark. „Seither hat sich viel getan.“ 1955 als kleiner Spielplatz errichtet, wurde er 1977 zu dem Areal erweitert, das Besucher heute an der Schwanheimer Bahnstraße vorfinden. „Jetzt gibt nicht nur etwas für Kinder jeden Alters, sondern auch für ältere Besucher.“ Ihr vierjähriger Sohn hat schon viel für sich entdecken können, auch das Spielgerät für Senioren, das gerne von Kindern genutzt wird.

Beliebt ist zudem die Wasserspielanlage rund um die große Till-Eulenspiegel-Figur. Früher sprudelte dort Wasser in ein großes kniehohes Planschbecken. Seit Jahren ist es trocken. „Der Spielplatz ist toll, aber dass das Wasser aus ist, ist gerade bei dem sommerlichen Wetter ärgerlich“, sagt Hessler. Auch Jens Ressmann bedauert, dass die Anlage defekt ist: „Der Spielplatz lohnt sich zwar auch ohne Wasser, aber ich würde mir wünschen, dass das schnell repariert wird.“

Das wünscht sich auch Veronika Rausch, die seit 30 Jahren in Schwanheim lebt. „Alle Schwanheimer mit Kindern wären froh, wenn es im Sommer wieder blubbern würde“, sagt sie und kritisiert: „Auch an anderen Stellen müsste nachgebessert werden.“ So gebe es an den Holztreppen immer wieder Splitter, die insbesondere für barfüßige Kinder gefährlich seien.

Mit Blick auf die Wasserspielanlage sagt Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamts: „Die Planung für die Erneuerung steht bereits, sodass wir Ende des Jahres den Auftrag ausschreiben können.“ Im Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten beginnen und bis Herbst abgeschlossen sein, sodass im Sommer 2020 wieder geplantscht werden kann. „Schneller geht es leider nicht, da der Umbau der Anlage sehr aufwendig ist“, bedauert Heldmann.

Die aktuellen Hygienevorschriften könnten derzeit durch den in den 1960ern gebauten Wasserspielplatz nicht mehr erfüllt werden. So sei stehendes Wasser, wie im Becken vor der Figur, heute nicht mehr möglich. „Aufgrund der Vorschriften mussten wir die Anlage in der Vergangenheit immer wieder abschalten“, sagt Heldmann. „Das wird zukünftig durch die neue Technik verhindert.“

Eine grundlegende Sanierung des übrigen Spielplatzes ist laut Grünflächenamt derzeit nicht geplant. Der Spielplatz werde aber wöchentlich überprüft und Gefahrenquellen wie Splitter oder herausstehende Schrauben beseitigt, versichert der Amtsleiter.

In unserer Serie FR vor Ort widmen wir uns jede Woche einem anderen Frankfurter Stadtteil. Wir stellen Besonderheiten des Viertels vor, berichten über kreative Projekte, testen Angebote für Kinder und Jugendliche, befragen Bürger zu aktuellen Themen und stellen eine Einkaufsstraße vor. Diesmal sind wir in Schwanheim. Wenn Sie Anregungen zu Ihrem Stadtteil haben, etwas besonders erwähnenswert finden oder ein Thema haben, das Sie schon lange ärgert und über das die Redaktion einmal berichten sollte, melden Sie sich gerne bei uns. Sie erreichen uns unter der E-Mail-Adresse: stadtteile@fr.de oder unter den folgenden Telefonnummern 21 99 -39 31, -34 66, -33 67 und -3708.

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