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Schwanheim Spielplatz mit Kletterfelsen in Schwanheim

Die Stadt baut an der Deidesheimer Straße in Schwanheim ein 2700 Quadratmeter großes Spielparadies.

Spielparadies
Kunstfels mit Kletterrouten soll das Areal prägen. Foto: Stadt Frankfurt

Die Kommune verwandelt die Grünfläche an der Deidesheimer Straße endgültig in einen Spielplatz. Lange haben Kinder, Eltern, Pädagogen aus Kindereinrichtungen darauf gewartet. 2012 hat die Stadt auch angefangen zu planen. Das Projekt landete aber auf Eis. Jetzt wird es wieder konkret. Das Grünflächenamt hat die Pläne am Dienstag im Ortsbeirat 6 vorgestellt.

2700 Quadratmeter umfasst das Areal zwischen Deidesheimer und Brohltalstraße, Kita Lichtblick und dem Parkplatz eines Discounters, sowie einer Container Anlage. Die soll vorerst auch bleiben. Bislang ist die Fläche „spannungsarm“, findet Sigrid Drexel vom Grünflächenamt. Aber: Es gibt viele Schatten spendende Bäume. Die sollen ebenfalls erhalten bleiben.

Herzstück des Spielplatzes wird eine große, oval angelegte, Wiese in der Mitte sein. Ein kleiner Wall und Natursteinblöcke fassen das Areal ein. Der Kleinkindbereich ist von der Deidesheimer Straße über ein eigenes Tor zu erreichen. Hier sind die Fallhöhen niedrig, die Rutsche kleiner, es gibt eine Kleinkindschaukel. Auf einer Asphalttrasse können die Besucher Bobbycar fahren oder erste Versuche auf Rollern, Lauf- und Fahrrädern unternehmen. Es gibt einen Sandspielbereich mit runden Findlingen. In der Mitte des Sandkastens ist ein kleiner Kletterturm.

Der Bereich Aktives Spielen erhält ein Karussell, ein rundes Reck und eine Gymnastikfläche. Drexel lacht. Das große Terrain ist zwar mit durchgehendem Fallschutz versehen – ohne Spielgeräte. „Da wären wir als Planer nie drauf gekommen“, sagt sie vergnügt, einfach etwas frei zu lassen. Die Kinder haben sich eine Fläche gewünscht, auf der sie mal ein Rad schlagen, einen Handstand probieren oder eine Tanznummer einstudieren können.

Kletterfels geplant

Prägend für den Spielplatz soll der hintere Bereich werden, am Parkplatz. Dort stellt die Stadt einen Kletterfelsen auf. Verschiedene Kletter-Routen stehen zur Auswahl, mit farblich markierten Handgriffen. Die von Zeit zu Zeit auch versetzt werden können. An der Rückseite gibt es Lümmel- und Kletternetze. Eine Hängebrücke verbindet den Felsen mit einem Spielturm samt Rutsche. In diesem Bereich finden Besucher auch eine Calesthenics-Anlage. Die sieht ein bisschen aus wie ein Reck mit zusätzlichen Leitern. Beim Trendsport Calesthenics machen die Jugendlichen alle erdenklichen Arten von Klimmzügen und Muskelübungen, vertikal oder horizontal. Den Bereich komplettiert ein Regenunterstand, eine Mischung aus Treffpunkt-Hütte und Zuschauertribüne.

Müllbehälter, Tisch-und Bank-Kombinationen, Fahrradständer und eine vier Meter hohe Riesenschaukel sind ebenfalls auf dem neuen Spielplatz zu finden. 330 000 Euro will die Stadt investieren (inklusive Kampfmittelsondierung). Baubeginn soll im April sein, im August könnten die Kinder womöglich schon spielen. Ein straffer Zeitplan.

Der Ortsbeirat hat zugestimmt. Er hat allerdings auch angemahnt, die Stadt möge nicht nur einen tollen Spielplatz planen, sondern auch daran denken, langfristig Geld für Erhalt und Reparaturen bereit zu halten. Viele Spielplätze im Ortsbezirk seien einmal sehr schön gewesen, hätten aber nach und nach an Reiz eingebüßt, weil die Stadt defekte Spielgeräte ab- und aus Kostengründen nicht mehr wieder aufgebaut hat.

„Spielplätze haben eine begrenzte Lebensdauer“, sagt dazu Inga Kramer vom Grünflächenamt. Zehn bis 15 Jahre sind drin. Manches hält länger, wie etwa der geplante Kletterfelsen. Doch die Materialermüdung ist bei den ständig genutzten Spielgeräten nicht zu stoppen. Das Amt fordere jedes Jahr mehr Geld für den Unterhalt der Flächen ein, bekomme das aber nicht immer bewilligt. „Das kann die Verwaltung nicht lösen.“ Da sei die Politik gefordert.

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