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Sachsenhausen Spielplatz wird Planschbecken

Die Bäderbetriebe möchten bis Mai 2018 ein neues Kleinkinderbecken im Stadionbad bauen. Es soll den Wasserspielplatz ersetzen, der dort provisorisch errichtet wurde.

Spielplatz
Wasser marsch: Wenn die Tüten auf dem Spielplatz voll sind, kippen sie um. Foto: Rolf Oeser

Das Wetter macht nicht wirklich Lust auf Freibad. Am Donnerstag regnet es wie aus Eimern. Doch noch existiert das neue Kinderplanschbecken im Stadionbad ja nicht, es laufen erst die Planungen. Bis zum Beginn der kommenden Freibadsaison soll es fertig sein, wie der Geschäftsführer der Bäderbetriebe, Frank Müller, bei der Projektvorstellung verkündet.

Das runde Edelstahlbecken soll jenes ersetzen, das die Stadt vor zwei Jahren abgerissen hat. „Wir hatten ganz massive Probleme mit dem Becken“, erklärt Müller. Das Bauteil habe nicht mehr standgehalten, da Feuchtigkeit aus dem Boden aufgestiegen sei. Es half auch nicht, dass die Bäderbetriebe es nachbeschichtet und überdacht haben.

Auf dem Areal errichteten die Bäderbetriebe einen provisorischen Wasserspielplatz – mit verschiedenen Elementen wie einer Balancierstange und einer Pistole, die Wasserstrahlen abfeuert. Seitdem werden die Rufe der Badegäste nach einem neuen Planschbecken immer lauter.

Vorgesehen ist nun eine 200 Quadratmeter große Wasserfläche, bis zu 40 Zentimeter tief. Orientieren soll sich das Becken, das auch über eine Rutsche verfügen wird, an einer ähnlichen Anlage im Rebstockbad. Die Kosten betragen rund 400 000 Euro. Darüber hatte sich der Aufsichtsrat der Bäderbetriebe im Frühjahr verständigt.

Weitere Bäume sollen folgen

Am Donnerstag hat Müller symbolisch einen Baum gepflanzt, der künftig Schatten spenden soll. Zwischen zehn und 15 weitere Bäume sollen folgen. „Jeden Euro, den wir in Schwimm- und Freibäder investieren, kriegen wir später wieder zurück“, lobt der Vorsteher des auch für Sachsenhausen zuständigen Ortsbeirats 5, Christian Becker (CDU).

Das 1925 im Jugendstil erbaute Stadionbad mit Zehn-Meter-Turm ist das älteste Freibad Frankfurts. Rund 86 000 Gäste strömten im vergangenen Jahr in die Schwimmstätte im Schatten des Waldstadions. Sie sei eines der schönsten Bäder mit einer hervorragenden Wasserqualität, lobt Guido Leson vom Verein „Freunde des Stadionbades“. Der Klub hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Kulturdenkmal zu fördern.

Die letzte große Sanierung im Stadionbad habe es 1986 gegeben, betont Leson. Die Bäderbetriebe möchten investieren: Nach und nach sollen die Umkleiden und Duschen auf den neuesten Stand gebracht werden. Auch die Infrastruktur für die Wasserversorgung und -entsorgung sei nicht mehr zeitgemäß. „Da werden wir im sechsstelligen Bereich investieren“, kündigt Müller an.

Er betont, dass die Stadt Frankfurt sich zu den 13 Bäderstandorten bekenne. Anders als in anderen Städten habe man keine Diskussionen über eine Verringerung der Wasserfläche geführt. Mehr als 70 Millionen Euro seien in den vergangenen zehn Jahren investiert worden. „Darauf können wir stolz sein.“

Weitere Großprojekte stehen an: Für 34 Millionen Euro wird in Bornheim ein neues Familienbad gebaut werden – als Ersatz für das marode Panoramabad. Mehr als 80 Millionen Euro sollen in das Rebstockbad fließen. Ob es grundsaniert oder komplett neugebaut wird, steht noch nicht fest.

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