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Sachsenhausen Essen aus dem eigenen Garten

24 Sachsenhäuser bekochen sich gegenseitig. Jeder Gang ist mit einem Ortswechsel verbunden. Beim ersten Running Dinner müssen aber nur die Stadtteilbotschafter als Organisatoren richtig flitzen.

Running Dinner
Kochen und kosten. Beim Running Dinner in Sachsenhausen gibt es Essen aus der Region. Foto: Monika Müller

Die erste Auflage von „Sachsenhausen isst regional“ ist für die Organisatoren Vincent Becker (25) und Michelle Schmitz (22) gut gelaufen – im doppelten Sinne. Die beiden Stadtteilbotschafter der Stiftung Polytechnische Gesellschaft sind am Samstag mit schnellen Schritten durch Sachsenhausen unterwegs, um sich bei ihren 24 Teilnehmern vorzustellen und bei Problemen zu helfen.

„Dem Namen Running Dinner werden wir heute wirklich gerecht“, sagt Becker auf dem Weg zur ersten Vorspeise des Abends. „Nur eben ohne Dinner für uns.“ Während die Organisatoren durch den Stadtteil eilen, können die Teilnehmer insgesamt drei Gänge aus regionalen Produkten genießen. Nach jedem Gang wird zwar die Wohnung gewechselt – anders als für Schmitz und Becker bleibt den Teilnehmern dafür aber jeweils eine Stunde Zeit.

Damit alles reibungslos klappt, sind die Stadtteilbotschafter ab 9 Uhr aktiv. „Wir haben für den Abend nicht nur einen Plan B, sondern auch noch die Pläne C bis F“, sagt Schmitz und greift zum klingelnden Notfallhandy. Ein Team ist an der falschen Adresse und muss mit einer kurzen Wegbeschreibung in die richtige Wohnung gelotst werden.

„Falls ein Team spontan ganz ausfällt, haben wir auch selbst ein Notfallmenü gekocht“, erklärt Schmitz. „Das hängt jetzt in einer Tüte bei uns am Gartenzaun, wo man es abholen könnte.“ Außerdem haben beide Notfall-Brezeln im Rucksack dabei. Für die Teilnehmer brauchen die Stadtteilbotschafter die allerdings nicht. Stattdessen stoppt Schmitz auf dem Weg zum Hauptgang. Wie selbstverständlich reicht sie einem Obdachlosen eine der Brezeln. Dann geht es weiter.

„Sachsenhausen isst regional“

Die einzelnen Teams genießen in der Zwischenzeit raffinierte Gerichte aus regionalen und saisonalen Produkten – die einzige Vorgabe für die Gänge bei „Sachsenhausen isst regional“. So kommen Kürbissuppe, Apfeltarte oder Fleisch vom eigenen Hof auf den Tisch. „Das Thema Nachhaltigkeit haben alle Teilnehmer super verinnerlicht“, sagt Schmitz. „Bei manchem war wirklich alles bis runter zur einzelnen Pflaume aus dem eigenen Garten oder zumindest aus der Region.“

Bei den Teilnehmern kommt das Konzept gut an: „Ich finde es super, neue Leute aus seinem Viertel kennenzulernen“, sagt Andreas Müller. „Essen ist ja immer etwas Geselliges.“ Auch Eva Speelmanns ist begeistert von der Gelegenheit, Menschen aus dem Viertel zu treffen, da sie erst vor zwei Wochen aus Berlin nach Sachsenhausen gezogen ist. „Außerdem finde ich es super, dass der Fokus auf regionalen Produkten liegt.“

Bei diesem Feedback wundert es nicht, dass alle Teilnehmer nochmal mitmachen würden. Eine Gelegenheit dazu wird es im kommenden Frühjahr geben. Dann wollen Schmitz und Becker die nächste Auflage von „Sachsenhausen isst regional“ zum Laufen bringen. Informationen und Kontakt finden sich auf der Webseite.

www.sachsenhausenisstregional.com

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