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Oberrad Ein Roboter als Partner

Die Amateurtheatergruppe „Zwischenspiel“ führt in ihrem neuen Programm Alltags-Sketsche auf. „Perfect Life – Perfect People“ feiert am 16. September in Oberrad Premiere.

Generalprobe "Zwischenspiel"
Acht Schauspieler gehören dem Hobby-Ensemble an. Foto: peter-juelich.com

„Nicht einmal streiten kann man sich mit ihm.“ Am kargen Küchentisch sitzend klagt Uschi mit resigniertem Blick ihrer Freundin Gabi ihr Leid. Der neue, aus dem Internet bestellte, Roboterpartner Robert bereitet ihr Sorgen. Zwar nimmt er ihr sämtliche Arbeiten im Haushalt ab, gleichzeitig fehlen ihm aber auch jegliche menschlichen Eigenschaften. „Hau endlich ab, du alte Blechbüchse!“, donnert sie ihm ausdrucksstark entgegen, woraufhin dieser umgehend in mechanischen Bewegungen das Bühnenbild verlässt und im Hintergrund auf weitere Instruktionen wartet.

Die Szene ist Teil des Sketches „Robopartner“ der Frankfurter Amateurtheatergruppe „Zwischenspiel“ und gehört zum Repertoire ihres aktuellen Programms „Perfect Life – Perfect People“, welches heute Abend seine Premiere im Theater Megalomania in Oberrad feiert. Die Stücke der Gruppe bezeichnet Schauspielerin Dagmar Stegerer, als „witzige, zeitkritische Szenen und Sketche“, die aufgelockert werden durch „verschiedenartige Songs mit Pianobegleitung“. Mit ihren Sketchen wollen sie das heutige Leben „satirisch aufs Korn nehmen – und dabei immer unterhaltsam sein“, fasst sie das Konzept zusammen.

Seit mehr als 30 Jahren existiert die Theatergruppe, deren harter Kern aus acht Personen besteht. Auch wenn es über die Jahre hinweg viel Fluktuation gegeben habe, wie Stegerer sagt, spielten sie in der derzeitigen Besetzung dennoch schon seit mittlerweile 20 Jahren. „Man könnte sagen, wir sind beim Spielen zusammen alt geworden“, sagt sie. Geprobt wird im Paulinum an der Friedberger Warte.

Seinen Ursprung hat die Gruppe als Volkshochschulkurs in Schwanheim genommen, erinnert sich Rolf Schulze, der als einziges Gründungsmitglied heute noch dabei ist. Zu Beginn haben sie abendfüllende Stücke aufgeführt, die von verschiedenen Regisseuren betreut wurden. Im Laufe der Zeit seien sie dazu übergegangen, sowohl Regie als auch Dramaturgie der Stücke selbst zu gestalten. „Es ist erstaunlich, was da an Kreativität herauskommt, wenn man so einen Prozess durchläuft“, sagt er.

So manches hat sich mit den Jahren geändert, fährt Schulze fort, zum Beispiel, dass sie mittlerweile Eintritt für ihre Aufführungen nehmen. „Anfangs“, erzählt er, „haben wir die Leute noch mit einem Schnaps an der Tür begrüßt und uns nicht getraut Eintritt zu nehmen“. Was sich hingegen nicht verändert hat, da sind sich Stegerer und Schulze, den nahenden Premierenabend vor Augen, einig: „Dass wir nach wie vor eher auf kleinen Bühnen zu Hause sind.“

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