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Mainufer in Frankfurt Die roten Sandsteine sind schon da

Die Stadt Frankfurt gestaltet das Mainufer um - den Schwanheimern gefällt's. Die BI „Schwanheim Goldstein bewegt sich“ und der Heimat- und Geschichtsverein haben etwa 30 Bürger herumgeführt.

Blick aufs Schwanheimer Ufer von der Griesheimer Staustufe aus. Foto: Peter Juelich

Es tut sich was am Schwanheimer Mainufer. Im Oktober haben die Bauarbeiten zwischen der Griesheimer Schleuse und dem östlichen Mainufer unterhalb des alten Friedhofes begonnen. Büsche am Ufer sind zurückgeschnitten worden. Kiessteine erweitern den asphaltierten Weg. Bagger sind auf dem Rad- und Fußgängerweg im Einsatz. Viele Schwanheimer wissen nur wenig über die Pläne. Deshalb hat die BI „Schwanheim Goldstein bewegt sich“ für den gestrigen Freitag eine Begehung organisiert.

„Wir wurden oft angesprochen“, sagt Günter Jaeger von der Bürgerinitiative. Mit der Unterstützung von Agnes Rummeleit, der Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins, informiert er nun. Das Interesse ist groß. Etwa 30 Leute sind zusammengekommen. Am Friedhof ist von den Bauarbeiten noch nicht viel zu sehen. Hier soll bald ein Gehweg entstehen, der von der Straße aus zum Eingang führt. Der Parkplatz wird unter die Brücke verlegt. 15 Stellflächen, davon zwei behindertengerecht, sollen entstehen. Aus dem alten Parkplatz wird eine Grünfläche, auf der bei Bedarf auch Bänke gebaut werden können.

Vom Friedhof aus führt Günter Jaeger die Besucher die steile Wegerampe hinunter zum Flussufer. „Dieser Weg soll abgeflacht werden“, erklärt er. Agnes Rummeleiter ergänzt den Vortrag mit Bildern und Informationen über die Historie von Schwanheim. „Der Stadtteil hat immer am und vom Wasser gelebt“, sagt sie. Die vierspurige Straße, die Schwanheim seit den 1960er Jahren vom Ufer trennt, habe auch die Menschen vom Main abgeschottet.

Umso glücklicher sind die, dass die Umbauarbeiten den Zugang wieder erleichtern. Von der Hänggasse soll ein barrierefreier Übergang zum Ufer entstehen. Über eine Ampel kommt man direkt zum Kerbeplatz am Main. Eine mehrstufige Terrassen-Treppe soll hier zum Verweilen einladen. „Das wird ähnlich wie in Höchst aussehen, wo die Fähre ablegt“, erklärt Jaeger.

Die Terrasse besteht aus roten Natursandsteinen. Die ersten liegen bereits am Ufer. „Die Steine sind schön und überall in den Bauwerken in Schwanheim zu finden“, sagt Karen Jaeger. Für sie und ihren Mann ist der Umbau eine Bereicherung für den Stadtteil. Einige der Anwesenden hoffen, dass für die Terrasse ein Essensangebot oder Toiletten geplant sind. „Der Bereich zählt als Hochwassergebiet“, sagt Jaeger. Deshalb können man höchstens mobile Toilettenhäuschen oder Essenswagen hier aufstellen.

Ein Stück östlicher entsteht eine weitere Aussichtsplattform. Zwischen den Baustellen erweitern Buchten mit Kiessteinen den Weg. Hier stehen bald neue Sitzbänke. Die Büsche und Bäume am Ufer wurden für die Plattformen entfernt. An anderen Stellen ist das Gestrüpp nur zurückgeschnitten. „Es leben viele Kleintiere in dem Geäst, deshalb konnte man das Ufer nicht komplett freilegen“, sagt Jaeger.

Kommende Woche sollen die Arbeiten für die neue Asphaltdecke des Weges beginnen. Voraussichtlich ab Montag wird er dann bis zu vier Tagen nicht mehr begehbar sein. Nach den Umbauarbeiten soll der Weg „Treidelweg“ heißen. Früher wurden hier die Schiffe mit Pferden den Fluss hinaufgezogen, deshalb wurden die Wege am Main auch Treidelwege genannt, nach dem lateinischen Wort für Bewegung, erklärt Rummeleit.

Auf insgesamt 3,5 Meter soll sich der Weg verbreitern. „Das finde ich super. Hier kommen sich Fahrradfahrer und Fußgänger oft in die Quere“, sagt der Schwanheimer Erhard Müller. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten im Juni abgeschlossen sein. Durch die lange Frostperiode verschiebt sich der Abschluss in den Herbst.

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