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Immobilie an der Rennbahn Hotel mit Hindernissen

Eigentlich sollte das Fünf-Sterne-Haus an der Rennbahn bereits im Jahr 2009 eröffnet werden. Doch der Bau verzögert sich immer wierder. Nun soll im Frühjahr 2019 eröffnet werden.

Chinesisches Luxushotel an der Rennbahn
Das Luxushotel an der Rennbahn versteckt sich noch hinter Gerüsten. Foto: Monika Müller

Auf der langsamsten Baustelle Frankfurts tut sich etwas. Marco Metge versprüht Zuversicht. „Jetzt geht es auch wirklich voran“, sagt der Hotelmanager und gesteht dann gut gelaunt: „Wir lachen ja selbst, wenn wir das sagen, aber wir sind der lebende Beweis.“

Metge ist der Hoteldirektor des Diaoyutai Mansion Frankfurt, einem Hotel an der Rennbahn, das ursprünglich schon 2009 eröffnen sollte. Seitdem hat zwei Mal der Betreiber gewechselt. Mit den ersten beiden hatte der Investor, das chinesische Familienunternehmen Huarong, nicht viel Glück. Dem Sprecher des Unternehmens in Deutschland, Dirk Hempelmann, blieb daher nicht viel anderes übrig, als immer wieder Zuversicht zu verbreiten und jahrelang zu konstatieren, dass es nun vorangehe.

Ursprünglich sollte das Hotel mit Blick auf die Rennbahn zum Amüsement glücksspielaffiner, betuchter chinesischer Gäste entstehen. Das Hotel sollte dem Rennbahnbetrieb auch ein Stück weit Auftrieb verleihen, so die Idee der Stadt. Doch die Rennbahn ist fast schon Geschichte, und bei der Stadt macht sich fast schon so ein bisschen etwas wie Resignation breit. „Eine Baugenehmigung berechtigt zum Bauen, aber sie verpflichtet nicht“, sagt Planungsamtssprecher Mark Gellert.

Doch mit dem jetzigen Betreiber, dem chinesisch-amerikanischen Joint Venture Diaoyutai MGM scheint es tatsächlich voranzugehen. Denn mit Hoteldirektor Metge, einem Verkaufs- und einem Finanzdirektor hat ein Betreiber erstmals drei Manager in Frankfurt installiert, die sich bereits um die Geschäfte kümmern. Zwar wurde der Eröffnungstermin des Hotels in der Schwarzwaldstraße ähnlich oft verschoben wie der des Berliner Flughafens, doch Metge geht nun davon aus, im Frühjahr 2019 die ersten Gäste begrüßen zu können. Zur Art des Hauses sagt er: „Wir sehen uns ganz klar als internationales Fünf-Sterne-Hotel mit chinesischem Charakter.“ Der asiatische Einschlag soll durch fernöstliche Kunst, zwei Karaoke-Räume, einen eigenen Raum für das Brettspiel Mahjong und ein authentisches chinesisches Restaurant mit privaten Speisezimmern betont werden. Da die Diaoyutai-Gruppe in China jedes Kind kenne, rechnet Metge vor allem mit vielen chinesischen, aber auch amerikanischen und deutschen Gästen.

Mindestens 250 bis 300 Euro pro Nacht müssen die Gäste berappen, dafür sollen ihnen aber auch ein Indoor-Pool mit Glasdach, ein Spa und ein Ballsaal für 300 Personen zur Verfügung stehen. Statt des Blicks auf die Rennbahn wird es dann einen Blick in den noch zu gestaltenden Bürgerpark und die DFB-Akademie geben. Davon ist bislang genauso wenig zu sehen, wie von der Inneneinrichtung des Hotels, aber Direktor Metge ist zuversichtlich.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Rennbahn

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