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Goldstein Der Zufall machte sie zur Rosenkönigin

Katja Bangert wird nun ein Jahr lang ihren Stadtteil repräsentieren. Eine Nachbarin hat sie auf das Amt hingewiesen, dann bewarb sie sich - und wurde prompt zur Hoheit.

Neue Goldsteiner Rosenkönigin Katja I
Bis zu 70 Termine muss Katja Bangert nun wahrnehmen. Foto: Monika Müller

An dem Rednerpult wird gerade das Logo des Vereinsrings Goldstein angebracht, die unverwechselbare gelbe Rose, umringt vom Namenszug des Vereins. Die Vorbereitungen für die abendliche Krönungsfeier der neuen Rosenkönigin laufen auf Hochtouren. Während Mitglieder des Vereinsrings Goldstein noch Saal und Bühne des Bürgerhauses Goldstein dekorieren, wirkt Katja Bangert äußerlich entspannt.

Sie wurde am Samstag zur neuen Rosenkönigin von Goldstein gekrönt und wird fortan ein Jahr lang den Stadtteil repräsentieren. Mit „bis zu 70 Auftritten“, erläutert Peter Meister, Vorsitzender des Vereinsrings Goldstein und für diesen Zeitraum Betreuer der Rosenkönigin. Die 34-jährige Bangert, die ursprünglich aus Herford kommt, lebt seit ihrem dritten Lebensjahr in Frankfurt.

Aufgewachsen und zur Schule gegangen ist sie in Bornheim, wo sie ebenfalls 17 Jahre lang im Karnevalsverein „Die Stützer“ aktiv war und in dieser Zeit „von der kleinsten über die mittlere bis zur großen Garde“, wie sie erzählt, getanzt, gefeiert und an zahlreichen Umzügen teilgenommen habe. Vor acht Jahren ist die ausgebildete Arzthelferin nach Goldstein gezogen und will, seit sie mit ihrem Mann ein Haus gebaut und zwei Kinder bekommen hat, „hier nicht mehr weg“.

Sowohl ihr Ehemann als auch ihre zweijährige Tochter und ihr fünfjähriger Sohn freuen sich, dass sie fortan das Amt der Rosenkönigin bekleiden wird.

Ein Amt, dass ihr durch Zufall angeboten worden ist, „eine Nachbarin hat mich angesprochen, ob das nicht etwas für mich wäre“, erinnert sie sich.

Inneren Nervosität

Und auch wenn diese Entscheidung schon seit dem Frühjahr feststeht, durfte vor der offiziellen Krönungszeremonie außer ihrer Familie und dem Vereinsringsvorstand niemand wissen, dass sie, unter dem Namen „Kajta I.“, die Nachfolge von „Janine I.“ antreten wird.

Bei dem Gedanken an die über 150 geladenen Gäste für die abendliche Krönungsfeier beginnt die äußerliche Gelassenheit allmählich einer inneren Nervosität zu weichen. Doch Bangert ist zuversichtlich, dass sich die anfängliche Aufgeregtheit schnell legen wird, „man wächst ja mit seinen Aufgaben“, berichtet sie optimistisch. Am meisten freut sie sich, in ihrer Amtszeit viele interessante Menschen kennenzulernen und den Stadtteil repräsentieren zu dürfen.

Zu ihren persönlichen Highlights gehören dabei neben dem Empfang beim Ministerpräsidenten im Schloss Biebrich in Wiesbaden, insbesondere eine Reise zum Apfelblütenfest nach Südtirol, wo sie Apfelwein von lokalen Keltereien ausschenken wird.

Die Goldsteiner Rosenkönigin wird bereits seit 1981, anlässlich des 50. Jubiläums der Gründung der Siedlung, alljährlich gekrönt. Der Titel geht auf eine im österreichischen Steinfurt gezüchtete Rose zurück, die auf den Namen Goldstein getauft wurde und seitdem das Aushängeschild der Siedlung ist.

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