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Frankfurt-Schwanheim Wasserspiele fallen aus

Die Wasserspiele im Waldspielpark Schwanheim sind kaputt. Wie das Grünflächenamt mitteilt, lohnt es sich auch nicht mehr sie zu sanieren.

Schwanheim
Die Eulenspiegel-Figur im Waldspielpark Schwanheim sitzt nun endgültig auf dem Trockenen. Foto: christoph boeckheler

Der Frankfurter Sommer verliert eine Attraktion. Die Stadt wird in diesem Jahr nicht die Wasserspiele im Schwanheimer Waldspielpark anwerfen. Nicht aus bösem Willen, sondern weil sie marode sind. Die Eulenspiegel-Figur sitzt endgültig auf dem Trockenen. Die schlechte Nachricht hat am Dienstagabend Stephan Slachmuylders, Bezirksleiter West im Grünflächenamt, dem Ortsbeirat 6 überbracht.

Am schwersten wiegt, dass zwei Druckkessel hinüber sind. Die beinhalten Sand, der das Badewasser filtert. Sie zu reparieren würde alleine 80 000 Euro kosten, sagt Slachmuylders. Dazu kommt noch, dass die Technik der Anlage generell veraltet ist – und anfällig für Störungen.

Mit Grausen denkt der Bezirksleiter West an den Sommer 2015 zurück. Da hat sein Amt fortwährend mit Pannen im Schwanheimer Waldspielpark kämpfen müssen. Eine Pumpe war ausgefallen, eine Leitung gebrochen, an den Platten hat sich Material gelöst und Filter verstopft. Zudem gab es Probleme mit der Wasserqualität. Nichts weniger als Badewasser dürfen die Fontänen spritzen. Wie in einem richtigen Schwimmbad.

Slachmuylders seufzt. Für den Sommer 2016 hatte die Stadt die Anlage noch einmal in Stand gesetzt. Allerdings musste sie dafür an manchen Stellen ziemlich improvisieren. „Wir haben die ganze Zeit den Atem angehalten.“ Es grenzte an ein Wunder, das die Wasserspiele tatsächlich den Sommer überstanden hatten.

Bei der Vorbereitung auf die neue Saison 2017 hat das Grünflächenamt aber festgestellt, dass es nicht mehr weitergeht. 1954 war der Park nur ein kleiner Spielplatz. 1977 hat ihn die Stadt ausgebaut.

Jetzt arbeiten Slachmuylders und seine Kollegen an einer kurzfristig herzustellenden Notlösung. Damit die Besucher an heißen Tagen wenigstens ein bisschen Abkühlung finden.

Auf dem Wasserspielplatz Tannenwald an der Grenze zu Neu-Isenburg hat die Stadt vergangenes Jahr etwa Sprinkler aufgestellt. Da gibt es aber auch Personal aus der Nachbarkommune, die die Geräte betreut. Für Schwanheim gibt es das nicht. Dort schwebt Slachmuylders darum „eine abgespeckt Version“ vor. „Wir brauchen Technik, die stabil ist und alleine laufen kann.“

Im Ortsbeirat sind die Neuigkeiten naturgemäß nicht gut angekommen. „Das wird einen Aufschrei geben im Stadtteil“, befürchtet Ilona Klimroth, CDU-Abgeordnete aus Schwanheim. Aber etwas anderes als eine Notlösung kann das Amt derzeit nicht anbieten. Die große Lösung, eine komplette Sanierung, werde etwa ein halbe Million Euro kosten, sagt Slachmuylders. Das Geld wird sich so schnell nicht auftreiben lassen.

In Frankfurt gibt es acht Wasserspielplätze – neben dem in Schwanheim noch einen im Günthersburgpark im Nordend, im Niddapark in Ginnheim, am Goetheturm in Sachsenhausen, im Scheer- sowie im Tannenwald und die Wasserspielplätze Louisa und Lohrpark. Die Anlagen nehmen eigentlich von Ende Mai bis Mitte September ihren Betrieb auf, wenn der Deutsche Wetterdienst Temperaturen von mindestens 25 Grad ankündigt.

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