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Filmmuseum in Frankfurt Frankfurter Filmmuseum hat eine neue Leiterin

Die Film- und Literaturwissenschaftlerin Ellen M. Harrington hat die Direktion des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt übernommen. Die US-Amerikanerin ist in der Welt des Films international sehr gut vernetzt.

Ellen M. Harrington
Ellen M. Harrington hat die Direktion des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt übernommen. Foto: Deutsches Filminstitut

Die Neue ist da. Am 1. Januar hat Ellen M. Harrington die Direktion des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt übernommen. Die 54-jährige studierte Film- und Literaturwissenschaftlerin kommt aus der Stadt der US-amerikanischen Filmindustrie, aus Los Angeles, Kalifornien. Sie leitete bisher die Sammlungen am Academy Museum of Motion Pictures.

Im traditionsreichen Filmmuseum am Schaumainkai wird jetzt eine neue Zeit mit neuen inhaltlichen Akzenten anbrechen. Harrington folgt der langjährigen Direktorin Claudia Dillmann nach, die im September in den Ruhestand gegangen war. Die US-Amerikanerin verfügt über große Erfahrung in der öffentlichen Präsentation, sie kuratierte mindestens 50 Ausstellungen zu einzelnen Aspekten des Films und übernahm weitere 30 Schauen von anderen Institutionen.

Seit 1993 arbeitete Harrington für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills, war für mehr als 500 Filmvorführungen verantwortlich, darunter zahlreiche Retrospektiven und Hommagen. Sie ist in der Welt des Films international sehr gut vernetzt und wird ihre Verbindungen in den Dienst des Museums stellen.

Seit Monaten schon lernt Harrington, die neben ihrer Muttersprache fließend Französisch, Spanisch und Italienisch spricht, intensiv Deutsch. Mitte Januar will sie ihre Pläne im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentieren.

Besucherrekord 2016

Tatsächlich ist die neue Direktorin mit dem Filmmuseum ziemlich gut vertraut. Mehrfach arbeitete sie in der Vergangenheit mit den Frankfurter Kolleginnen und Kollegen zusammen und hielt sich im Haus am Schaumainkai auf. Das galt insbesondere bei der Vorbereitung der Jubiläumsausstellung „And the Oscar goes to – 85 Jahre Bester Film“, die das Frankfurter Museum 2012 realisiert hatte. Ihr letztes Projekt, das sie in den USA verwirklichte, war eine große Ausstellung über lateinamerikanische Filmkultur der 60er Jahre.

Das Filmmuseum steht zum Jahreswechsel recht gut da. Die scheidende Direktorin Dillmann hatte in Verhandlungen mit Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) noch erreicht, dass die Stadt ihre jährliche finanzielle Unterstützung für das Haus um 25 000 Euro erhöhte. Allerdings gibt es eine latente Konkurrenz dadurch, dass die Stadt am 1. Januar 2017 den kostenlosen Eintritt für Kinder und Jugendliche in den kommunalen Museen eingeführt hatte. Das Filmmuseum, das vom Deutschen Filminstitut getragen wird, gehört nicht zu diesen Häusern.

Die frühere Direktorin Dillmann hatte stets betont, sie sei gerne bereit, den freien Eintritt für junge Menschen einzuführen, falls die Stadt ihre finanziellen Einbußen ausgleiche. Hier wird die neue Direktorin sehen müssen, was sie beim Magistrat erreichen kann. Noch 2016 hatte das Museum einen Besuchsrekord aufgestellt, nicht weniger als 240 417 Menschen waren in diesem Jahr gekommen.

Basis dieses Erfolgs war die Ausstellung über das Trickfilmstudio Aardman („Shaun, das Schaf“) gewesen, die viele Kinder und Jugendliche begeistert hatte. 2017 werden die Besuchszahlen im Vergleich dazu sicherlich gesunken sein, da es keine ähnliche Ausstellung mit solcher Anziehungskraft für junge Menschen gab.

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