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Bänke auf dem Adlhochplatz Frankfurt Der Sitzstreit geht weiter

Die Koalition aus CDU, FDP und Grünen möchte die Bänke auf dem Adlhochplatz in Frankfurt entfernen lassen. Die AWO ist dagegen.

Jugendliche auf Parkbank
Die Sitzbänke am Adlhochplatz in Sachsenhausen locken auch ungebetene Partygäste an. Foto: Rolf Oeser

Die Sachsenhäuser AWO-Vorsitzende Ottilia Altmann ist empört. „So wird man das Problem nicht in den Griff bekommen“, prophezeit sie. Der Ortsbeirat 5 sieht das anders. Die Koalition aus CDU, FDP und Grünen möchte die Bänke auf dem Adlhochplatz entfernen lassen.

Das Gremium handelt im Sinne der Anwohner. Die sind den Radau leid, den die abendliche Festgemeinde dort veranstaltet, auch den Dreck, den sie hinterlässt. Selbst tagsüber seien die Bänke belastet. „Da lümmeln sich die Penner“, moniert ein Nachbar. 

Polizeikontrollen gegen Ruhestörungen 

Die Sitzgelegenheiten zu entfernen ist aber keine Lösung, findet die AWO. Besser wären häufigere Polizeikontrollen, um Ruhestörungen zu unterbinden. Auch der Verkauf von Alkohol bis Mitternacht im Rewe trage zum Problem bei.

„Ärger gibt es ja nur im Sommer und an den Wochenenden“, sagt Ottilia Altmann. Zu anderen Zeiten würden Senioren die Sitzbänke nutzen. Derweil haben 448 Leute eine Petition zum Erhalt der Bänke unterzeichnet. Junge Leute, Anfang 20, haben sie im Internet gestartet. Auch sie wollen die Bänke erhalten. 

„Oropax ist auch keine Lösung“ 

Florian Reineking kennt die Argumente. Der FDP-Mann findet es auch nicht schön, zum letzten Ausweg greifen zu müssen. „Aber den Anwohnern zu Oropax zu raten, ist auch keine Lösung.“ Reineking ist gesprächsbereit, wer eine gute Idee hat, soll sich melden. „Meine Kontaktdaten sind im Internet leicht zu finden“, sagt er.

Im Frühjahr wird die FDP die Bürger nochmal zum Gespräch ins Café Ernst bitten. Dann verschwinden die Bänke. Als Test, ob sich dadurch der Lärm reduziert. Wenn das der Fall ist, greift der Ortsbeirat auch die Idee mit den mobilen Stühlen wieder auf. 32 000 Euro würde das Gremium aus dem eigenen Budget investieren.

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