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Zoo Frankfurt Leckere Nüsse für die Brillenbären

Süßigkeiten gibt es nur ganz selten - am zweiten Advent freuen sich nicht nur die Besucher über die weihnachtliche Stimmung im Zoo.

Adventsbasteln
Adventsbasteln im Zoo: Lisa kreiert einen Engel. Foto: Michael Schick

Unsicher schauen sich die beiden jungen Brillenbären im Gehege um: Gibt es wirklich schon Geschenke – es ist doch noch gar nicht Heiligabend? Macht nichts, im Frankfurter Zoo dürfen sich einige Bewohner schon am zweiten Advent über eine Bescherung freuen.

Am mutigsten ist die Mutter der beiden Jungtiere Manu und Suyana, die im Januar zur Welt kamen. Freudig tapst die Bärendame auf die bunt eingepackten Pakete zu, die unter einem Tannenbaum verteilt im Bärengehege liegen. Ohne zu zögern, reißt sie die Päckchen auf und vernascht eilig deren Inhalt. Denn die leckeren Nüsse stehen nicht jeden Tag auf dem Speiseplan der Brillenbären.

Die beiden Jungtiere beobachten die Bescherung erst einmal aus sicherer Entfernung von einem Baumstamm aus. Doch dann überwiegt auch bei ihnen die Neugier, denn sie haben im Tannenbaum eine außergewöhnliche Leckerei entdeckt: In den Zweigen hängen Lebkuchen. „Das schmeckt ihnen besonders gut. Aber die Süßigkeiten gibt es nur ganz selten“, erklärt Tierpfleger Hans-Jürgen Reinelt. Er beobachtet wie viele weitere große und kleine Zoobesucher freudig die tierische Bescherung. Den Tannenbaum haben Mitarbeiter des Zoos extra im Wald besorgt. Nach Weihnachten dürfen sich dann auch Kamele, Ziegen und Affen über Nadelbäume freuen – zum Knabbern und zum Spielen, erklärt Reinelt.

Auch vor dem Gehege der Zwergotter im Grzimekhaus haben sich einige Besucher versammelt. Die Aufmerksamkeit gilt aber ausnahmsweise nicht den verspielten Tieren. Beim weihnachtlichen Flohmarkt können Besucher zwischen Schallplatten, Büchern, Gummitieren und Porzellan nach Weihnachtsgeschenken suchen. Die Spenden sollen in die neue Löwenanlage und in Spielzeug für die Bewohner des Nachttierhauses fließen. Karoline Kress und ihr Mann Markus haben schon etwas entdeckt: Leinwände mit Gorilla-Bildern sollen es sein. „Die sind mir direkt ins Auge gefallen, als wir vorbeigelaufen sind“, erklärt Karoline Kress. „Die Bilder werden aber nicht verschenkt, sondern in unserer Wohnung aufgehängt.“ In der Faust-Vogelhalle wird unterdessen freudig geraten. „Wem gehört diese Feder?“, fragt Dieter Selzer am Vogelmobil der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). Der sechs Jahre alte Aron kennt sich gut aus und schafft es, einige Federn richtig zuzuordnen. Seinen Lieblingsvogel am Stand hat er auch schon auserkoren: den Kolibri, weil er so schön aussieht und so klein ist“, erklärt Aron. Selzer freut sich über das Interesse der jungen Besucher und gibt ihnen geduldig einen Einblick in die Vogelwelt.

Nebenan haben sich Zoobesucher an den Basteltischen ans Werk gemacht. Aus bunt-glitzernden Materialien fertigt Herta Maier von der ZGF mit Kindern Anhänger für den Weihnachtsbaum und für Geschenke. Der drei Jahre alte Aron zeigt stolz sein Werk: einen Anhänger mit blauem Stern. Ob dieser den Baum oder ein Geschenk schmücken wird, weiß er aber noch nicht. Zeit, darüber nachzudenken, bleibt erst einmal nicht – denn Aron hat im Vogelhaus schon etwas Neues entdeckt: einen Schuhschnabel.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zoo Frankfurt

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