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Veranstaltung Alle reden vom Klima

Auf einer Podiumsdiskussion im Zoo steht die Hitze in der Stadt im Zentrum - und mögliche Konsequenzen.

Sonnenblume im Sonnenschein
Selbst die Sonnenblumen vertrocknen in der derzeitigen Dauer-Hitze. Foto: dpa

Der Titel ist entweder ironisch gemeint oder blickt besonders optimistisch in die Zukunft: „Klima-Oase Frankfurt?“ heißt eine Podiumsdiskussion am Mittwoch, 8. August, 18 Uhr. Dann geht es im Zoo-Gesellschaftshaus natürlich besonders um die Hitze, die Frankfurt und anderen Städten in diesem Sommer zu schaffen macht. Das Umweltamt und die Aktion Frankfurt Green City laden ein. 

Anpassungsstrategien werden seit Jahren diskutiert, entscheidende Schritte stehen noch aus. „Was bedeutet das für den Städtebau? Welche Rolle spielt das Stadtgrün? Was kann jeder Einzelne für ein besseres Klima in seinem Umfeld tun?“ Das sind die Fragen, die an diesem Abend nicht nur vom Podium herab diskutiert werden sollen, sondern auch mit den Besuchern im Saal.

Als Experten sind dabei: Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), Zoodirektor Miguel Casares, Professorin Katrin Böhning-Gaese vom Senckenberg-Biodiversität- und Klimaforschungszentrum, der Architekt und Städteplaner Christoph Mäckler sowie Marcus Gwechenberger vom Planungsdezernat. Sie wollen darüber sprechen, wie sich Frankfurt mit den Folgen des Klimawandels arrangieren kann. Es moderieren Petra Boberg und Stephan M. Hübner vom Hessischen Rundfunk. 

Mehr Grün für die Plätze

Die Veranstaltung bildet den Auftakt zur „Klima-Piazza“ 2019, die gut eine Woche später ebenfalls im Zoo folgt. Wie im Vorjahr, als es eine Woche lang auf dem Roßmarkt in der Innenstadt um Folgen des Klimawandels ging, soll die Piazza auch in diesem Jahr Wege zeigen, künftige Wetterphänomene besser zu verkraften – diesmal aber an anderem Ort und in kürzerer Zeit: vom 17. bis zum 19. August. 

Ein sogenanntes mobiles grünes Zimmer vorm Zoo kündet bereits seit Wochen von der Veranstaltung. „Wir haben in den vergangenen heißen Sommern immer wieder erlebt, wie sich Frankfurt aufheizt und erleben es gerade wieder. Darunter leiden nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere. Über diese Folgen des Klimawandels diskutieren wir bei der Klima-Piazza“, kündigt Heilig an. Die Herausforderung laute: „Wie können wir Stadträume so gestalten, dass sich Menschen und Tiere gern in ihnen aufhalten?“ Und die Antwort: „Viel Grün.“ 

Zoodirektor Casares verweist darauf, dass Klimaphänomene auch Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen haben: „Die Strategien zur Klimaanpassung, die viele Tierarten im Laufe der Zeit entwickelt haben, sind vielfältig und spannend.“ 

Brotaufstrich aus Neophyten

Auch davon soll auf der Klima-Piazza die Rede sein. Es wird dort eine Reihe von Expertenrunden und Mitmachaktionen geben. Kinder können auf einer Klima-Safari Tiere entdecken, die in der Natur vom Klimawandel betroffen sind, und mit den Pflegern ins Gespräch kommen. Außerdem wird Neophyten-Fachmann Peter Becker zeigen, wie er mit unliebsamen Pflanzen umgeht, die sich angesichts steigender Temperaturen bei uns heimisch fühlen: Er erntet sie und macht leckeren Brotaufstrich daraus. 

Ein Klimaschutzprojekt mit dem Titel „Klimajagd“ beginnt das Institut für nachhaltige Entwicklung am 16. August in Bornheim. Es handelt sich um eine multimediale Rallye per Smartphone-App, die mit altersgerecht variierenden Inhalten für Schülergruppen, Familien, aber auch für Erwachsene konzipiert ist, versprechen die Veranstalter. 

Zu lernen gibt es dabei das Wichtigste über den Klimawandel und was wir tun können, um unser Klima zu schützen – und uns selbst. Auf zwei Routen mit sieben oder zwölf Stationen lösen die Teilnehmenden ihre Aufgaben. Näheres zur Jagd und zur technischen Ausrüstung unter www.klimajagd.de.

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