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Tanzdemo in Frankfurt „Frankfurt ist bunt“ will tanzen

Zum zweiten Mal lädt das Aktionsbündnis „Frankfurt ist bunt“ zur Tanzdemo am Weltfriedenstag am Goethplatz ein.

Frankfurt ist bunt
So fröhlich wurde vergangenens Jahr für den Frieden am Goetheplatz getanzt. Foto: Veranstalter Foto: Veranstalter

Und alle singen und tanzen zum Abschluss-Song „This is Love“ von Bob Marley auf dem Goetheplatz: Flüchtlingsjunge neben 70-jähriger Frankfurterin. „Bis heute habe ich noch Gänsehaut, wenn ich an diesen Moment denke“, erzählt Christian Rindermann und zeigt dabei seinen Unterarm. Tausende seien gekommen. Mit so einem Erfolg hätten sie nicht gerechnet. Der Frankfurter DJ ist einer der Begründer der Tanzdemo „Liebe ist meine Religion - Musik ist meine Sprache“, die im Vorjahr am Weltfriedenstag Premiere feierte. Und jetzt folgt an diesem Samstag am Weltfriedenstag wieder am Goetheplatz die Fortsetzung. Sieben Stunden lang wird getanzt. Von 15 bis 22 Uhr. Eine Demo, die sagen will: „Frankfurt ist bunt“ – so heißt auch das Aktionsbündnis, das das nichtkommerzielle „Happening“, bestehend aus DJs, Musikern oder Gastronomen wie James und David Ardinast unterstützt. Gastronom und Initator Sia Sanei betont: „Zwischen spielenden Kindern und auf der Tanzfläche spielt Hautfarbe so gar keine Rolle.“ Der 39-Jährige musste als Kind aus dem Iran vor Krieg nach Deutschland fliehen.

Es soll keine Kundgebung gegen etwas sein, sondern eben eine, die zeigt, dass Frankfurt eine Stadt ist, bei der es doch völlig egal sei, welche Religion oder welchem Kulturkreis jemand angehört. Ein Vorbild für andere Städte. Passend nach diesen unruhigen Tagen in Chemnitz. „Es zeigt, dass wir hier in der Stadt anders ticken“ , sagt Clubmacher Mengi Zeleke. Auf der Bühne stehen: Rapper Moses Pelham, DJ Ata Macias, Popsänger Chima, aber auch die DJ der Clubs von Silbergold, Tanzhaus West bis zum Yachtklub sind dabei. Aber auch es soll auch ein Mitmach-Festival sein. So könnten auch gerne spontan Musiker ans Mikro treten. Die Leute sollen sich verkleiden und gerne Luftschlangen mitbringen. Hauptsache bunt.

Schirmherr ist wie bereits im Vorjahr Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Das was vergangenes Jahr an Atmosphäre rüberkam, war richtig, richtig gut“, betont Feldmann. Und es stört ihn auch nicht, dass er dabei etwas in Terminstress kommen wird. Denn am gleichen Tag ist am Opernplatz auch das große „Rock gegen Rechts“-Konzert, wo auch er eine Rede halten wird. Dass die beiden Veranstaltungen parallel sein werden, findet das Aktionbündnis super. DJ Rindermann sagt: „Nächstes Jahr darf es gerne noch mehr Veranstaltungen geben.“ Ihr Langzeit-Traum sei es den Weltfriedenstag als gesetzlichen Feiertag zu etablieren.

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