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Städtische Bühnen in Frankfurt Politiker wollen bald Klarheit über Zukunft der Bühnen

Die Städtische Bühnen neu bauen oder sanieren? Die Römer-Koalition will rasche Aussagen von Experten. Die Städtische Stabsstelle soll im Frühjahr 2019 „belastbare Ergebnisse“ vorlegen.

Städtische Bühnen in Frankfurt
Blick aufs Schauspiel Frankfurt. Foto: Peter Jülich

Neubau oder Sanierung der Städtischen Bühnen: Für diese Richtungsentscheidung erwartet die Römer-Koalition rasch Aussagen der beauftragten Experten. Die Stabsstelle Städtische Bühnen, die am 1. Oktober ihre Arbeit aufnimmt, sollte „im Frühjahr 2019 belastbare Ergebnisse“ vorlegen. Diesen Zeithorizont macht Ursula Busch auf, die SPD-Fraktionsvorsitzende im Römer.

Und Sebastian Popp, der kulturpolitische Sprecher der Grünen, sagt: „Wir wollen Resultate so schnell wie möglich.“ Die Sozialdemokraten wollen das Image loswerden, sie seien beim Schicksal der Bühnen die Bremser. Busch verspricht den Menschen in der Stadt „eine echte Form der Beteiligung“, wenn es um die Zukunft der Theater geht. Die Politiker würden über diese zentrale Frage nicht alleine entscheiden, so die Sozialdemokratin im Gespräch mit der FR. Zugleich lässt sie offen, wie die Teilhabe der Bürger aussehen wird.

Doch Busch sagt auch: „Wir wollen zuerst wissen, ob eine Sanierung der Theater-Doppelanlage zu einem wirtschaftlichen Preis möglich ist.“ Erst wenn diese Variante von den Fachleuten der Stabsstelle verworfen werde, „dann reden wir über einen Neubau“, so die Fraktionsvorsitzende.

Insofern hält sie es für voreilig, bereits über neue Bühnen im Frankfurter Osthafen zu diskutieren. Der kulturpolitische Sprecher der CDU, Thomas Dürbeck, hatte in der FR auf das städtische Grundstück Mayfarthstraße 14 aufmerksam gemacht, das im Osthafen direkt am Wasser liegt. Es ist gegenwärtig noch an Raab Karcher verpachtet, dieser Kontrakt soll jedoch 2021 enden.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) sagt der FR, das Grundstück werde „von der Stabsstelle als Option geprüft so wie andere Optionen auch“.

Sie persönlich wie auch Sozialdemokraten und Grüne hielten aber „am Standort Willy-Brandt-Platz für die Bühnen fest“. Im übrigen sei das Areal am Osthafen „keine neue Idee“.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Römer, Ursula Busch, betont ebenfalls: „Wir wollen den Willy-Brandt-Platz als Ort der kulturellen Nutzung nicht aufgeben.“ Dieses zentrale und wichtige Grundstück in der Stadt dürfe nicht zum Gegenstand von Immobilien-Spekulation werden.

Im Falle eines Neubaus der Städtischen Bühnen sei allerdings auch „eine Trennung“ von Oper und Schauspiel möglich.

Einer Beteiligung privater Unternehmen an einem Neubau der Bühnen erteilt die Sozialdemokratin eine klare Absage. Die Stadt Frankfurt habe mit solchen Modellen in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen gemacht, so etwa bei der geplanten Sanierung maroder Brücken, sagt sie.

Aus Sicht der Sozialdemokraten im Römer ist bei einer Entscheidung über die Zukunft der Bühnen unbedingt auch die Neuordnung des Willy-Brandt-Platzes zu berücksichtigen. „Dieser Platz bedarf dringend einer neuen Gestaltung“, urteilt die Fraktionsvorsitzende Busch.

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