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Städtische Bühnen Frankfurt Stadt sucht preiswerte Lösung

Eine Stabsstelle soll die Zukunft der Städtischen Bühnen in Frankfurt planen. Die Römer-Koalition betont ihre Handlungsfähigkeit.

Schauspiel Frankfurt
Die Zukunft der Bühnen am Willy-Brandt-Platz ist weiter in der Schwebe. Foto: Silas Stein (dpa)

Nach heftigem Streit hat sich die Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen beim Thema Städtische Bühnen wieder zusammengerauft. Gegründet wird jetzt eine „Stabstelle Zukunft Städtische Bühnen“. Sie nimmt am 1. Oktober ihre Arbeit auf. Leiter der Stabsstelle wird der erfahrene Projektmanager und Architekt Michael Guntersdorf (67). Er soll ein neues Gutachten vergeben: Ein außenstehendes Fachbüro untersucht, ob und wie die künftig notwendigen technischen Anlagen von Oper und Schauspiel in der bestehenden Theater-Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz untergebracht werden können.

Dabei geht es um Brandschutz genauso wie um Lüftung und Heizung. Die Koalition hofft also auf eine Lösung, die preiswerter sein soll, als die vom ersten Bühnen-Gutachten 2017 bezifferten fast 900 Millionen Euro für Sanierung oder Neubau der Theater. Am Ende erwartet die Stadt von der Stabsstelle einen Entscheidungsvorschlag: Sanierung oder Neubau. Die SPD-Fraktion im Römer geht davon aus, „dass es nun bald zu einer Entscheidung über Neubau oder Sanierung kommen wird“, so die kulturpolitische Sprecherin Renate Wolter-Brandecker.

Zeitplan für Zukunft der Bühnen noch in diesem Jahr

Bis dahin sollen die Fachleute der Städtischen Bühnen GmbH weiter mit ihren Mitteln die zahlreichen Mängel in der Theater-Doppelanlage bekämpfen. Der Technische Direktor der Bühnen, Olaf Winter, hatte noch im November 2017 im Interview mit der FR über gravierende Probleme geklagt und von Wassereinbrüchen, Kurzschlüssen, Ausfällen bei Heizung und Lüftung gesprochen. Auf die Frage der FR, ob jetzt schwerwiegende Mängel wie die undichten Dächer repariert würden, sprach Personaldezernent Stefan Majer (Grüne) von „selbstverständlichen Standards der Bauunterhaltung“, die nicht der Erwähnung wert seien.

Wann der Entscheidungsvorschlag der Stabsstelle zur Zukunft der Bühnen vorliegen soll, blieb offen. Guntersdorf wurde aber beauftragt, noch in diesem Jahr einen Zeitplan für das weitere Vorgehen zu präsentieren. Seine Stabsstelle wird mit vier Stellen ausgestattet.

Der Manager steht zunächst für zwei Jahre zur Verfügung, deutete aber schon in der Pressekonferenz an, dass er auch länger arbeiten könne. Guntersdorf bleibt gleichzeitig aber auch noch in seiner bisherigen Funktion als Geschäftsführer der städtischen Dom-Römer GmbH, die für die neue Altstadt zuständig ist. Damit hat Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) ihren Personalvorschlag durchgesetzt. Sie sprach von einer „guten und nachhaltigen Lösung“. Die CDU hatte Hartwig wegen ihres eigenmächtigen Vorpreschens scharf kritisiert. Bürgermeister Uwe Becker sagte jetzt: „Der Vorlauf war lange, die Kommunikation ein bisschen schwierig.“ Die Römer-Koalition unterstreiche aber, „dass sie handlungsfähig ist“.

OB Peter Feldmann (SPD): „Wir zeigen, dass wir entscheidungsfähig sind.“ Für die Grünen, die die Verzögerung bei den Bühnen immer neu angeprangert hatten, bemerkte Stefan Majer lediglich: „Es ist ein bisschen viel Zeit verbraucht worden.“

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