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Seckbach Verständnis für Chaos

Polizei zeigt Milde für die Schaulustigen, die zur Mondfinsternis am Lohrberg alles zugeparkt haben. Der Ortsbeirat fordert stärkere Kontrollen.

Mondfinsternis
Nicht immer war anscheinend Zeit, noch ordnungsgemäß zu parken, bevor sich der Mond verdunkelte. Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)

Die Mondfinsternis hat am Freitag nicht nur eindrucksvolle Fotos beschert. Rund 2500 Menschen wollten sich das Spektakel laut Polizei vom Lohrberg aus anschauen. Viele kamen mit dem Auto und sorgten damit für ein stundenlanges Verkehrschaos.

Da die Zahl der Parkplätze am Lohrpark begrenzt ist, hätten etliche Schaulustige illegal auf den Feldern, Wiesen und in Zufahrten geparkt, sagt Polizeisprecher André Sturmeit. Bis zur Friedberger Landstraße habe sich zeitweise der Verkehr zurückgestaut. „Da gab es kein Durchkommen.“ Auch Einsatzwagen hätten nicht passieren können. „Gott sei dank ist nichts Größeres passiert.“ Kurz vor Mitternacht habe die Polizei die Zufahrtsstraßen dichtgemacht.

Sturmeit zeigt sich gnädig. „Da kann man fast Verständnis dafür haben.“ Schließlich habe es sich bei der Mondfinsternis um ein „Jahrhundert-Spektakel“ gehandelt. Das Ordnungsamt sah das nicht ganz so. 30 Verstöße hätten die Stadtpolizisten festgestellt, sagt Behördensprecher Michael Jenisch. Den Abschleppwagen habe das Amt nicht gerufen.

Für den Ortsbeirat 11 sind Staus am Lohrberg nichts Ungewöhnliches. Immer wieder ist der Zugang zum Park Thema im Stadtteilgremium. Erst vor kurzem haben sich die Fraktionen dafür ausgesprochen, einen Runden Tisch einzuberufen. Außer den Ämtern sollen der Verein Mainäppelhaus, die Kleingärtner und die Lohrberg-Schänke einbezogen werden, sagt Vorsteher Werner Skrypalle (SPD). Dann müsse auch über mehr Parkplätze und eine bessere Anbindung an den ÖPNV gesprochen werden. Skrypalles Ansicht nach müsse „stärker und schärfer“ kontrolliert werden.

83er wird angenommen

Seit Ostern fahren Busse der Linie 83 zum Lohrberg. Allerdings nur an den Wochenenden. Diese werden laut Traffiq-Sprecherin Kirsten Anlauf gut angenommen. Doch auch wenn die Linie für die Mondfinsternis eingesetzt worden wäre, hätten die kleinen Wagen nicht ausgereicht. „Das wäre nur ein Tropfen auf dem heißen Stein gewesen, so Anlauf: „Da wären große Gelenkbusse nötig gewesen.“

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