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Seckbach Turnfest unter freiem Himmel

Am Lohrberg wetteifern Kinder und Jugendliche miteinander. „Dabei sein ist alles“ lautet das Motto.

Lohrbergturnfest des Turnverein Seckbach
Auch Weitsprung gehörte zu den Disziplinen am Lohrberg. Foto: Monika Müller

Rennen, Werfen, Weitsprung: Das sind die traditionellen Disziplinen des „Lohrbergturnfestes“ am Samstagnachmittag. Seit 67 Jahren veranstaltet der TV Seckbach das Fest auf einer Wiese im Lohrbergpark. 233 Nachwuchs-Sportler zahlreicher Frankfurter Vereine sind in diesem Jahr bei sommerlichen Temperaturen dabei.

„Los geht’s“, ruft die sechsjährige Vaia vom TSV Berkersheim ihrer Mitstreiterin zu, die vor ihr beim Weitsprung in der Schlange steht. Die will los laufen, wird jedoch von einer Betreuerin zurück gehalten. Erstmal muss die Weitsprung-Grube von Helfern hergerichtet werden. Als Vaia an der Reihe ist, springt sie 1,40 Meter weit.

Friedhelm Dechert, erster Vorsitzender des TV Seckbach, der selbst als Kind schon beim Turnfest dabei war, sagt zum Charakter des Festes: „Der ursprüngliche Sinn des Festes ist das Dabei sein“.

Seit den Anfängen des Wettbewerbes habe sich nicht viel verändert: „Keine Tartanbahn, keine Weitsprung-Anlage, einfach Natur“, sagt der 64-Jährige. Den „großen Platz mit Bäumen drumherum“ hebt Laura Titsch hervor, Leichtathletik-Abteilungsleiterin des Turnvereins und ebenfalls ehemalige Turnfest-Teilnehmerin. Jedes Kind würde am Schluss eine Medaille erhalten, sei dann „stolz wie Oskar“ und hätte ein „Funkeln in den Augen.

Der achtjährige Kilian steht mit seinen Kameraden der TG Schwanheim beim Weitwurf in der Schlange. Bevor die jungen Athleten ihre Fähigkeiten zeigen können, heißt es warten. Joachim Denninger, der die Weiten notiert, sagt nach zwei Versuchen: „Letzter Durchgang, nochmal alles reinlegen“. Kilian, der in der rechten Hand den Ball hält, visiert mit dem linken Zeigefinger die Richtung an. Zwischen 25 bis 30 Meter werfen die Schwanheimer Jungen. Damit seien sie insgesamt zufrieden, berichten sie. Kilian gefalle aber ohnehin das Rennen besser.

Die Wettläufe finden auf dem Weg statt, der zum Aussichtspunkt des Lohrbergs führt. Heute ist er gesperrt. Zwei weiße Linien auf dem Boden markieren drei Bahnen. In der Mitte rennt Kilian bei seinem Lauf, wird Zweiter und freut sich: „Eine Sekunde schneller als im letzten Jahr“, ruft er seiner Mutter Maruschka Weber zu, die ihm ein Getränk in einer Flasche reicht.

Weil sie gleich noch nach ihrem fünfjährigen Sohn schauen müsse, hat sie nur kurz Zeit für ein Gespräch. Zum zweiten Mal sei die Familie dabei. „Entspannt“ finde sie das Fest, sagt Weber und vergleicht die Disziplinen mit den Bundesjugendspielen. Sie hebt die „schöne Lage“ hervor. Das ganze Jahr trainiere Kilian, da sei es auch schön „Leichtathletik mal anzuwenden und bei einem kleinen Wettkampf zu sehen, was andere können“.

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