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Seckbach Nachbarn machen Frankfurter Tafel Ärger

Nachbarn schicken der Frankfurter Tafel das Ordnungsamt ins Alte Rathaus. Der Verein sucht nun nach einer Alternative im Stadtteil.

Frankfurter Tafel
Die Frankfurter Tafel verteilt monatlich 210 Tonnen genießbare Lebensmittel an elf Standorten an etwa 15 000 Bedürftige. Foto: Peter Juelich

Die Mitarbeiter der Frankfurter Tafel waren gerade dabei, ihre Stände im Alten Rathaus aufzubauen, da erschien ein Mitarbeiter des Ordnungsamts, um nach dem Rechten zu schauen. Nachbarn hatten ihn gerufen – wie sie es auch bereits vorab angedroht hatten. Der neue Standort an der Hofhausstraße, den die Tafel seit zwei Wochen freitags nutzt, da die Turnhalle im Schießrain nicht mehr zur Verfügung steht, sorgt für Unfrieden (die FR berichtete).

Direkt beschwert habe sich niemand, sagt die Zweite Vorsitzende Edith Kleber. Doch dass jemand das Ordnungsamt gerufen hat, kann sie nicht nachvollziehen. Schließlich werde mit der Vergabe von genießbaren Lebensmitteln, die sonst im Abfall landeten, Bedürftigen geholfen. Sicherlich sorgten diese auch für Unruhe. Doch stehe das Rathaus nicht in einer ruhigen Ecke. Die Hofhausstraße sei sehr verkehrsreich, sagt Kleber, „es gibt auch durch die Lastwagen und Autos ständig Krach“.

Für die rund 80 Kunden, die bei der wöchentlichen Vergabe Obst, Gemüse und Backwaren erhalten, stelle sie in der Seitenstraße eigens ein Absperrgitter auf. Der schmale Bürgersteig vor dem Rathaus bleibe frei. Gerademal zwei bis zweieinhalb Stunden dauere die Vergabe. Derzeit überlege sie, ein Schreiben aufzuhängen, und um Verständnis zu bitten, sagt Kleber. Denn aufgeben werde sie nicht. „Wenn wir uns da beeinträchtigen lassen würden, kämen wir nirgends mehr weiter. Wir müssen unser Ziel vor Augen behalten, dass es unsere Aufgabe ist, bedürftigen Menschen zu helfen.“

Dass die Hofhausstraße für die Essensausgabe nicht gut geeignet ist, sieht auch die Zweite Vorsitzende so. „Wir haben aber momentan keine Alternative in Seckbach.“ Nach wie vor suche die Tafel deshalb im Stadtteil nach einer geeigneten Liegenschaft. Dabei helfe der Ortsbeirat 11, sagt Vorsteher Werner Skrypalle (SPD). Auch er hält den Standort für unglücklich. Im Rathaus sei es zu eng, Parkplätze fehlten, Aber den Bedarf gebe es, deshalb müsse das Angebot aufrechterhalten werden.

 

Kontakt: www.frankfurter-tafel.de

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