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Seckbach Musizieren als Lebenselixier

Im Kammerorchester Crescendo Frankfurt spielen Mitglieder jeden Alters und aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet mit. Für viele ist das Ensemble eine wunderbare Gemeinschaft. Und diese will weiter wachsen.

05.01.2018 08:59
Tatjana Müller
Kammerorchester
Besuch einer Probe des Kammerorchesters Crescendo im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Laurentiusstraße 2. Foto: C.Boeckheler

Klangvoller Auftakt: Jeden zweiten Mittwochmorgen kommen die circa 30 Mitglieder des Kammerorchesters Crescendo Frankfurt zur gemeinsamen Probe zusammen. Ab 10 Uhr ertönen dann wechselnd in der Henry-und-Emma-Budge-Stiftung in Seckbach sowie im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bergen-Enkheim Bratsche, Cello, Geige, Kontrabass und Querflöte.

Zu Beginn der Probe werden die Instrumente fleißig gestimmt und Notenblätter aufgeschlagen. Das Repertoire umfasst vor allem Barock, Klassik und Romantik. Brigitte Steinmetz, derzeit kommissarische Leiterin des Orchesters, nimmt den letzten Feinschliff an der Sitzordnung vor. „Unser ältestes Mitglied ist 95 Jahre alt, unser jüngstes 24. Dazwischen ist bei uns alles vertreten und willkommen“, sagt die Cellistin. Die Musizierenden kommen aus verschiedenen Frankfurter Stadtteilen wie Westend, Dornbusch und Enkheim. Teilweise reisen die Mitglieder sogar aus Aschaffenburg, Bad Nauheim und Friedberg an, um an den Proben teilzunehmen.

Bevor es losgeht, richtet Steinmetz einen Gruß von Direktorin Katharina Mai-Kümmel an die Mitglieder aus. Mai-Kümmel verantwortet seit 2004 die musikalische Leitung des Kammerorchesters und ist an jenem Vormittag verhindert. Sie ist die dritte Direktorin seit Josef Jurica das Orchester 1983 gegründet hat.

Zum Aufwärmen stimmt sich das Orchester für ein Bach-Stück ein, das für ein Cembalo-Konzert im nächsten Jahr geplant ist. In der Regel finden die Konzerte in Frankfurter Altersheimen und Kirchen statt. So auch im Budge-Heim, dessen Räumlichkeiten das Orchester frei zum Üben nutzen darf. In der Vergangenheit hat das Ensemble aber auch schon in Bad Nauheim, Florstadt und Kronberg aufgeführt.

Im Zentrum steht Brigitte Steinmetz, die Lautstärke und Takt geübt dirigiert. „Ich komme aus einer musikalischen Familie und habe über 30 Jahre lang Musik unterrichtet“, erklärt Steinmetz. Auch andere Mitglieder blicken auf jahrzehntelange Erfahrungen zurück. Dr. Hugo Fischer, ältestes Mitglied und Violinist, ist seit 26 Jahren dabei: „Nach meiner Arbeit als Arzt war das Musizieren im Kammerorchester ein neues Lebenselixir für mich. Wir sind eine wunderbare Gemeinschaft.“

Diese Gemeinschaft möchte wachsen: Neben regelmäßigen Gastspielern, die durch Oboe, Klarinette und Fagott vertreten sind, freut sich das Kammerorchester immer über musikalischen Nachwuchs. Interessenten können nach einer Voranmeldung bei den öffentlichen Proben zusehen. Ein Vorspiel ist für die Teilnahme nicht notwendig und jedes Instrument willkommen.

Auskunft zum Ensemble gibt Katharina Mai-Kümmel, Telefon 06109-22042 sowie Brigitte Steinmetz, Telefon 726524. Weitere Informationen sind im Internet nachzulesen unter www.crescendo-frankfurt.jimdo.com

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