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Seckbach Mit dem Kleinbus zum Lohrpark

Stadt möchte Linie zum Hausberg-Parkplatz probeweise wieder einsetzen. Test startet Karfreitag 2018.

D er Lohrbergbus soll seinen Betrieb im kommenden Jahr probeweise wieder aufnehmen. Grund sei die unerträgliche Verkehrssituation rund um den Frankfurter Hausberg, erläutert der Sprecher der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, Klaus Linek. „Wir unternehmen einen erneuten Versuch, um eine Alternative zum Auto zu schaffen.“

Vorgesehen ist, dass die Linie von Karfreitag bis zum 3. Oktober 2018 an allen Wochenenden und Feiertagen jeweils von 11 bis 22 Uhr im 30-Minuten-Takt verkehrt. Sie soll an die Buslinien 30 und 34 sowie an die Straßenbahnlinie 18 angebunden werden. Mit dem Probelauf möchte die Stadt Erfahrungen sammeln, um die Lohrberglinie womöglich dauerhaft in Betrieb zu nehmen.

Damit der Lohrbergbus wieder zwischen Parkplatz und Friedberger Warte pendeln kann, muss die Strecke ohne Hindernisse befahrbar sein. In den Jahren 2011 und 2012 kam es auf den Zufahrtsstraßen zum Lohrpark zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen des Betriebsablaufs. Laut Magistrat sollen die Konflikte nun baulich entschärft werden.

Details stehen noch nicht fest. Noch in diesem Monat möchte Traffiq Gespräche mit dem Straßenverkehrs- und dem Grünflächenamt führen. Linek betont, dass keine schwerwiegenden Eingriffe in die Natur notwendig seien.

Die Stadt beabsichtigt, auf dem Lohrberg eine Haltestelle einzurichten. Ob sie auch barrierefrei sein wird, ist noch unklar. „Es ist das Ziel, dass man auch mit Rollator und Kinderwagen ein- und aussteigen kann“, sagt Linek. Auf lange Sicht sollen alle Frankfurter Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut werden.

Parkplätze sind begrenzt

Der Lohrbergbus war 2011 und 2012 schon einmal zur Probe eingerichtet worden. Den Betrieb der Kleinbusse hatte das Verkehrsdezernat dann aber aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt – zum Leidwesen des Ortsbeirats 11. Das Gremium sprach sich mehrheitlich dafür aus, die Linie wieder einsetzen zu lassen.

Der Lohrpark sei ein beliebtes Ausflugsziel mit einem hohen Verkehrsaufkommen, heißt es im entsprechenden Antrag der SPD. Das erzeuge Lärm und Abgase. Zudem seien die Parkplätze begrenzt, so dass Besucher ihre Autos oftmals auf dem Berger Weg abstellten. Das führe zu Konflikten mit Fußgängern und Radfahrern, vor allem mit gehbehinderten Menschen, die derzeit einen langen Fußweg von der Bushaltestelle Heiligenstock zum Lohrberg auf sich nehmen müssten.

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