Lade Inhalte...

Seckbach Kritik an Bushaltestelle

Die Bushaltestelle vor dem Budge-Heim muss verlegt werden, weil sie teilweise auf privatem Grund liegt. Im Zuge des barrierefreien Ausbaus sollen die Sitzschalen wegfallen.

Bushaltestelle Budgeheim | Wilhelmshöher Straße | Frankfurt | 20.04.2017
Die Bushaltestelle der Linie 43 befindet sich direkt gegenüber des Budge-Heims in der Wilhelmshöher Straße. Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)

Die gute Nachricht ist: Die Bushaltestelle der Linie 43 Budge-Heim/Lohrberg an der Wilhelmshöher Straße soll barrierefrei werden. So wie sukzessive alle 1300 Bushaltestellen im Stadtgebiet. Die schlechte Nachricht ist: Die Sitzschalen in Fahrtrichtung Bergen-Ost sollen wegfallen. So zumindest sieht es die Vorplanung des Amts für Straßenbau und Erschließung vor.

An der Station steigen nicht nur Besucher des Lohrbergs ein und aus, sondern auch Bewohner des Henry und Emma Budge-Heim, das sich direkt gegenüber der Haltestelle befindet. Es hat 172 Zimmer im betreuten Wohnen und 160 Betten im Pflegeheim. „Ich begrüße es, dass die Haltestelle barrierefrei wird“, sagt Geschäftsführer Thorsten Krick. Sitzmöglichkeiten halte er aber für zwingend erforderlich.

Das sieht die SPD im zuständigen Ortsbeirat 11 genauso. In einem Antrag für die Gremiumssitzung am Montag bittet sie daher darum, die Haltestelle auch nach dem barrierefreien Ausbau mit Sitzen auszustatten. Viele Bewohner und Besucher des Heims seien in ihrer Mobilität eingeschränkt und benötigten eine Verschnaufpause – vor allem an den Wochenenden, wenn die Wartezeit auf den Bus bis zu 30 Minuten betrage.

Auch die CDU besteht in einem Antrag auf Sitzmöglichkeiten. Der Magistrat müsse den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht werden, heißt es darin – etwa mit Klappsitzen. Die jetzige Lösung sei „nicht akzeptabel“.

Ausbau beginnt im kommenden Jahr

Es ist nicht das erste Mal, dass der barrierefreie Ausbau einer Bushaltestelle für Unmut sorgt. Zuletzt kritisierte der Ortsbeirat 12 das Vorhaben der Stadt, die Haltestelle vor dem Alten Rathaus auf der Kalbacher Hauptstraße um 50 Meter zu versetzen – unmittelbar vor ein Wohnhaus. Anwohner beklagen sich unter anderem, dass wartende Fahrgäste künftig in die Erdgeschosswohnung blicken könnten.

In Kalbach steht der Denkmalschutz einem barrierefreien Ausbau der Haltestelle vor dem Rathaus entgegen. In Seckbach muss die Station ein Stück weit verlegt werden, weil Teile der Haltestelle auf Privatgrundstück liegen. „Der Eigentümer ist nicht bereit, den kleinen Streifen an die Stadt zu verkaufen“, klagt Ortsvorsteher Werner Skrypalle (SPD). Am neuen Standort reicht der Platz für die Sitzschalen nicht aus.

Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle soll voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen, teilt das Straßenbauamt auf Anfrage mit. Derzeit sei das Projekt in der Entwurfsplanung. Die Behörde arbeite an einer Lösung, die auch mobilitätseingeschränkten Menschen zugute komme: „Wir haben den Wunsch nach Sitzmöglichkeiten in die weitere Planung aufgenommen und sind zuversichtlich, dass dies mit Klappsitzen umzusetzen ist.“

Der Ortsbeirat 11 tagt am Montag, 24. April, 19.30 Uhr, im Saal des Heimat- und Geschichtsvereins Fechenheim, Burglehen 7.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen