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Schulen in Frankfurt Warten aufs Schwimmbad

Eltern der Dahlmannschule kritisieren, dass die Stadt Frankfurt das defekte Lehrbecken seit Monaten nicht repariert. Nun wollen sie mit einer Demonstration auf das Problem aufmerksam machen.

Dahlmannschule im Ostend
Im Herbst 2017 wurde der Neubau der Dahlmannschule eröffnet. Das Lehrbecken stellten Arbeiter erst Monate später fertig. Doch bevor die ersten Schüler schwimmen konnten, war es wieder defekt. Foto: peter-juelich.com

Eigentlich ist das neue Schwimmbad in der Dahlmannschule fertig. Die Stadt hatte das Becken in dem Neubau auch bereits mit Wasser gefüllt. Doch wegen eines Schadens in der Umkleide Ende vergangenen Jahres können die Schüler auch acht Monate später noch nicht in dem Lehrbecken schwimmen. Viele Eltern haben jetzt die Nase voll. Am Donnerstag wollen sie mit einer kleinen Demonstration auf das Problem hinweisen.

„Die Situation ist katastrophal!“, schimpft Elternbeirat Mischa Ehrhardt. Ursprünglich hätte das Schwimmbad mit der Fertigstellung des Schulneubaus an der Luxemburgerallee im vergangenen Herbst fertig sein sollen. Doch erst hätten sich die Arbeiten am Bad verzögert. Und jetzt stehe das Becken wegen des Defekts nicht zur Verfügung. Die Grundschüler müssten zum Schwimm-unterricht ins Riedbad nach Enkheim ausweichen, sagt Ehrhardt. „Dadurch geht jedes mal sehr viel Zeit verloren.“

Verärgert sind die Eltern auch darüber, dass der Schaden nicht behoben wird. „Wir sehen nicht, dass es vorangeht“, so der Elternsprecher. Dabei habe die Stadt verkündet, dass sie das Bad mit Hochdruck fertigstellen wolle. Immer wieder werde die Schulgemeinde vertröstet, es seien noch weitere Gutachten nötig.

Baudezernat: Reparatur eine „komplizierte Geschichte

In der Tat scheint der Wasserschaden nicht einfach behoben werden zu können. „Das ist eine komplizierte Geschichte“, sagt der Sprecher des Baudezernats, Günter Murr. Der Umkleidebereich, in dem der Defekt aufgetreten ist, sei mehrfach abgedichtet. „Jetzt befindet sich Wasser zwischen zwei Dichtungsebenen.“ Anders als sonst könnten nicht einfach Löcher gebohrt und ein Trockner aufgestellt werden, „das funktioniert da nicht“. Obwohl Baudezernent Jan Schneider (CDU) bereits im März verkündet hat, dass Sachverständige den Umfang des Schadens untersuchen und dokumentieren, sei nach wie vor „nicht ganz klar“, wie der Schaden behoben werden kann, so Murr. Die Stadt plane, weitere Fachleute hinzuzuziehen.

Nach wie vor gebe es „keinen Zeitplan“, wann das Bad in Betrieb gehen kann, so der Dezernatssprecher. Deshalb sei die Schule auch nicht informiert worden. Das solle jedoch demnächst nachgeholt werden.

„Das Schwimmbad sieht super aus“, sagt die Leiterin der Grundschule, Heike Talberg. Lediglich in den Umkleiden seien Wände aufgebrochen. Dort waren Ende 2017 undichte Leitungen entdeckt worden (die FR berichtete). Im Frühjahr habe es eine Begehung gegeben. Seitdem habe sie keine Information erhalten, wie es mit dem Schwimmbad weitergeht, sagt die Rektorin. Sie wisse auch nicht, wer ihr Ansprechpartner sei. Für sie sei völlig unklar, warum das Bad nicht saniert werde. Die Stadt habe dies Anfang des Jahres versprochen. Auch habe die Stadt zugesagt, dass sie für die Reparaturen in Vorlage treten werde, damit das Schwimmbad nicht brachliege.

Dass sich die Arbeiten solang hinziehen, liege auch daran, dass die Bäderbetriebe, die das Bad künftig betreiben sollen, mit einbezogen werden müssten, so Günter Murr. „Da gibt es einen hohen Abstimmungsbedarf.“ Verkompliziert werde das Projekt zudem, da die Stadt Rücksprachen mit der Versicherung halten müsse, „da können wir nicht einfach loslegen und hoffen, dass das Geld zurückgezahlt wird“.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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