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Schulen in Frankfurt Neustart mit anderem Namen

Die Heinrich-Kraft-Schule heißt nun Schule am Mainbogen - und ändert auch gleich noch ihr pädagogisches Konzept. Ab der sechsten Klasse werden Hauptfächer nun auf drei Leistungsniveaus unterrichtet.

Schulen in Frankfurt
Die Heinrich-Kraft-Schule in Fechenheim heißt jetzt Schule am Mainbogen. Sie zieht wieder mehr Schüler an. (Symbolbild) Foto: dpa

Auf blauen T-Shirts prangt schon das neue Logo, auch Kaffeebecher ziert bereits der neue Name: Schule am Mainbogen. Die Heinrich-Kraft-Schule in Fechenheim ist nun offiziell umbenannt. „Es herrscht Aufbruchstimmung“, sagt Schulleiterin Christine Georg am Mittwoch. Die Schüler würden gerade alle alten Heinrich-Kraft-Sachen im Gebäude abhängen. Mit dem Namenswechsel „wünschen wir uns, dass die alten Frankfurter nicht mehr an das denken, was sie in den 90ern über die Schule gehört haben“.

Damals hieß es: Wer’s nicht schafft, geht zur Kraft. Ein schlechter Ruf eilte der Schule voraus. Noch vor wenigen Jahren wollten nur 40 Viertklässler an die Schule wechseln, in diesem Schuljahr gab es doppelt so viele Anmeldungen. Das Image wandelt sich und soll nun mit dem neuen Namen perfekt werden. Eigentlich wünschte sich die Schule auch einen Wechsel der Schulform. Sie wollte nicht mehr integrierte Gesamtschule (IGS) sein, sondern kooperative Gesamtschule mit Mittelstufe werden. „Eine Reorganisation wäre aufwendig gewesen“, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Und fast alles, was die Schule sich wünschte, könne auch als IGS umgesetzt werden.

Kooperation mit der Helmholtzschule

Es bleibt also bei der Schulform, am Konzept ändert sich aber einiges. Ab der sechsten Klasse werden die Hauptfächer auf drei verschiedenen Leistungsniveaus unterrichtet. In der Regel gibt es an einer IGS nur zwei Niveaustufen. Im Jahrgang neun und zehn werden abschlussbezogene Klassen gebildet. In ihnen soll auf den Haupt-, den Realschulabschluss oder den Wechsel auf die Oberstufe vorbereitet werden. „Schüler, die etwa auf eine Oberstufe wollen, brauchen andere Inhalte“, sagt Georg. Derzeit entsteht gerade eine Kooperation mit der Helmholtzschule: Mainbogen-Lehrer sollen dort an der Oberstufe unterrichten. „So sehen wir, was erwartet wird“, sagt Georg, „und können die Schüler gut vorbereiten.“

Die Berufs- und Studienorientierung ist ein Schwerpunkt der IGS. Es wird etwa mit Berufsschulen kooperiert, Schüler lernen dort die Werkstätten kennen. In einer „Talent-Werkstatt“ durchlaufen sie verschiedene Berufsbilder, in der „Talent-Company“ wird ihnen geholfen, den geeigneten Beruf zu finden.

Mit ihrem Konzept ist die Schule nun auch als IGS zufrieden. Nur würde sie gerne schon ab Jahrgang acht abschlussbezogene Klassen bilden. Das hätte der Schulformwechsel möglich gemacht, lässt sich mit den gesetzlichen Vorgaben für eine IGS nicht vereinbaren. „Vielleicht“, hofft Georg, „können wir da eine Sonderregelung finden.“

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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