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Römerberg in Frankfurt „Justitia“ thront wieder auf dem Gerechtigkeitsbrunnen

1. UpdateDie Bronzefigur der „Justitia“ sitzt wieder auf dem Gerechtigkeitsbrunnen vor dem Frankfurter Römer. Ihre Restaurierung ist mit Unterstützung des Vereins „Freunde Frankfurts“ möglich geworden.

10.10.2018 13:14
Justitia-Figur kehrt auf Römerberg zurück
Arbeiter positionieren die an einem Kran hängende Justitia-Figur auf dem Gerechtigkeitsbrunnnen auf dem Römerberg. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Nach eineinhalb Jahren Restaurierungsarbeiten hat die „Justitia“ am Mittwoch wieder ihren Platz auf dem Frankfurter Gerechtigkeitsbrunnen eingenommen. Die Bronzefigur der Göttin der Gerechtigkeit war im Mai 2017 abgebaut worden, um eine konservierende Wachsbehandlung zu erhalten, teilte eine Sprecherin des Kulturdezernats mit. Für die aufwendige Behandlung von Korrosionsschäden und Rissen sei die Figur zu einer Spezialfirma nach Thüringen gebracht worden.

„Der Anblick des leeren Brunnensockels war betrüblich“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann, der gemeinsam mit Kulturdezernentin Ina Hartwig und dem Verein „Freunde Frankfurts“ das sanierte Wahrzeichen auf dem Römerberg in Empfang nahm. Durch die Unterstützung des Vereins „Freunde Frankfurts“ konnte die Figur  denkmalgerecht überarbeitet werden. Eine Besonderheit hat die Frankfurter „Justitia“: Sie hat, nicht wie sonst bei der Darstellung der Gerechtigkeit üblich, eine Augenbinde.

Der im Jahr 1543 errichtete Gerechtigkeitsbrunnen ist der älteste Springbrunnen Frankfurts. Er erhielt im Jahr 1610 sein heutiges Aussehen: ein steinerner Brunnenstock mit einer Justitia. Der Figur wurde mehr als einmal die Waage geraubt. 1874 war sie so ramponiert, dass sie entfernt wurde. 1887 machte eine Spende des Weinhändlers Gustav Dominikus Manskopf die Erneuerung der „Justitia“ möglich.  Vom Bombardement des Zweiten Weltkriegs blieben Brunnen und Skulptur weitgehend verschont. Von 1945 bis 1947 stand die Justitia in den Räumen der Militärregierung, die im Gebäude der Metallgesellschaft am Reuterweg residierte. 1970 zog sie abermals um. Wegen des Baus der U-Bahn und der Tiefgarage wurde das Ensemble abgetragen und nach Abschluss der Arbeiten nur wenige Meter versetzt von seiner ursprünglichen Stelle wieder aufgebaut. 2007 wurden Brunnenschale und  „Justitia“ zuletzt restauriert.  (FR/dpa)

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