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Riederwaldtunnel Diskussion am anderen Ende der Stadt

Eine Veranstaltung zum Riederwaldtunnel findet nicht im Riederwald statt, sondern in Griesheim. Das sorgt für Ärger.

Verkehr in Frankfurt
Die Baustelle für den Riederwaldtunnel. (Archivbild) Foto: Renate Hoyer

Über den Bau des Riederwaldtunnels diskutieren Anwohner, Initiativen, Behörden und Umweltschützer mit der zuständigen hessischen Straßenbaubehörde Hessen Mobil eine ganze Woche lang – vom 10. bis 14. September. Der Veranstaltungsort ist nicht aber im Riederwald, sondern im Saalbau Griesheim.

„Das hat es noch nicht gegeben“, sagte Friedhelm Ardelt-Theeck von der Bürgervereinigung Nordend. Er habe erwartet, dass die Veranstaltung in einem der betroffenen Stadtteile stattfinde und nicht „am anderen Ende Frankfurts“. Auch im Verkehrsausschuss des Römers wurde das Thema in der Bürgerfragestunde zur Sprache gebracht; eine Nachfrage des Magistrats bei Hessen Mobil blieb aber folgenlos. Man sei nicht Herr des Verfahrens, war auf Anfrage der FR aus der Pressestelle von Hessen Mobil zu hören, verantwortlich sei das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt.

Warum ist die Veranstaltung nun in Griesheim? „Das ist eine berechtige Frage“, sagte RP-Sprecher Christoph Süß. Zunächst sei geplant gewesen, den Termin in der Pestalozzischule im Riederwald anzusetzen. Allerdings würden bis zu 250 Einwender pro Tag erwartet. Den Schulbetrieb hätte das über die Maßen gestört. Daraufhin habe sich das RP mit der Saalbau Betriebsgesellschaft auf die Suche nach einem anderen Veranstaltungsort begeben: Herausgekommen sei der Saalbau Griesheim (Schwarzerlenweg 57). „Wir haben leider kein anderes Angebot erhalten“, sagte Süß und bat die Teilnehmer um Verständnis. Der Beginn der Veranstaltung, die nicht öffentlich ist, sei jeweils ab 9.30 Uhr. Am Montag würden Einwendungen der Behörden und des ADFC diskutiert; der Dienstag sei für die Bürgervereinigung Nordend reserviert. Am Mittwoch kämen private Einwender und Anwohner der Siedlung New Atterberry an die Reihe; am Donnerstag ergriffen Bewohner von Seniorenwohnanlagen sowie Anwohner der Lauterbacher Straße das Wort. Am Freitag sei die Fortsetzung möglich.

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