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Riederwald Ortsbeirat will Sparkasse halten

In einem Schreiben an den Sparkassen-Vorstand setzt sich der Ortsbeirat 11 für den Erhalt des Beratungsangebots im Riederwald ein. Wenn die Filiale in der Schäfflestraße schließt, soll zumindest ein Büro eingerichtet werden.

Protest gegen Sparkassenschliessung
Bürger im Riederwald protestieren gegen die Schliessung der Sparkassen-Filiale in der Schäfflestrasse. Foto: Peter Jülich

Der Ortsbeirat 11 möchte das Beratungsangebot der Sparkasse im Riederwald erhalten. In einem an den Sparkassen-Vorstand und Verwaltungsrat adressierten Brief sprechen sich die Mitglieder des Stadtteilgremiums für ein „eingeschränktes Beratungsangebot“ im Riederwald aus. Der Brief wurde von Susanna Bornmann (SPD) eingereicht und bei der Sitzung am Montagabend verabschiedet.

Die Sparkassenfiliale in der Schäfflestraße macht Ende Juli dicht – lediglich ein Bankautomat und ein Kontoauszugsdrucker sollen in den Räumen bleiben. Als Ersatz öffnet im August im Hessencenter an der Borsigallee eine Filiale mit Beratungsschalter. Mit dem Brief versucht der Ortsbeirat jetzt die Sparkassen-Berater doch noch im Riederwald zu halten.

Die Schließung sei vor allem für ältere Anwohner ein Problem, heißt es in dem Brief. „Allein mit einem Geldautomaten ist hier nicht geholfen, diese Menschen sind auf Beratung und Hilfe angewiesen.“ Die Filialen außerhalb des Riederwalds seien für viele Senioren aus gesundheitlichen Gründen nur schwer zu erreichen.

Dass die Filiale im Riederwald schließt sei eine „Problemsituation“, sagte Peter Schlüter (SPD) in der Ortsbeiratssitzung. Das wolle er den „Herren von der Sparkasse“ nicht einfach so durchgehen lassen. Auch die Ortsgruppe der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie die Bürgerinitiative (BI) Riederwald sprachen sich in der Vergangenheit gegen die Schließung aus. Letztere sammelte mehr als 600 Unterschriften für den Erhalt der Filiale (die FR berichtete).

Mit dem Brief liegt jetzt ein neuer Kompromissvorschlag auf dem Tisch: Die Sparkasse soll im Riederwald ein Beraterbüro behalten, das an ein bis zwei Tagen geöffnet hat, heißt es in dem Schreiben. Die Berater könnten entweder in den Räumen der Sparkasse in der Schäfflestraße oder in der Seniorenwohnanlage des Volks- Bau- und Sparvereins (VBS) in der Schulze-Delitzsch-Straße unterkommen.

Die Sparkasse äußerte sich nicht eindeutig zu dem Vorschlag. Eine konkrete Anfrage des Ortsbeirats liege noch nicht vor, teilte eine Sparkassen-Sprecherin der FR schriftlich mit. Man bedauere, dass die Schließung des Standorts für einige Kunden mit „Unannehmlichkeiten“ verbunden sei. Für mobilitätseingeschränkte Kunden finde man „gemeinsam im Gespräch eine individuelle Lösung“, so die Sprecherin. Wie genau diese „individuelle Lösung“ aussieht, geht allerdings nicht aus dem Schreiben hervor.

Die Sprecherin wies daraufhin, dass es mit dem neuen Standort im Hessencenter insgesamt fünf Filialen im engeren Umkreis gebe. Damit biete man ein Beratungsangebot, „das in der Stadt seinesgleichen sucht“.

Unabhängig davon wie sich die Sparkasse entscheidet, ist unklar, ob die Berater in der VBS-Seniorenwohnanlage unterkommen könnten. Mit den Verantwortlichen habe man noch keinen Kontakt aufgenommen, sagte SPD-Abgeordnete Bornmann der FR. Der VBS-Vorstand war bis Redaktionsschluss für eine Anfrage nicht erreichbar. „Es ging uns mit dem Brief erstmal darum zu schauen, ob die Sparkasse grundsätzlich dazu bereit wäre“, so Bornmann.

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