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Radfahren in Frankfurt Zwölf Velos statt drei Autos

Das Pilotprojekt Fahrradhäuschen soll im Frankfurter Nordend in der Hegelstraße starten. Die Stadt stellt einen quadratischen Metallkasten auf, den zwölf Anwohner betreuen.

Radfahren im Nordend
Nach diesem Modell soll das Fahrradhäuschen gestaltet werden. Animation: Stadt Frankfurt Foto: Animation: Stadt Frankfurt

Bedarf an sicheren Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gibt es in der Stadt, sagt Despina Leonidou. Deshalb soll im Nordend ein Pilotprojekt beginnen: Das Fahrradhäuschen. In der Hegelstraße, vor den Hausnummern 23 und 25, sollen drei Parkplätze einem 3,20 mal 3,20 Meter großen quadratischen Metallkasten mit Gitterstabmatten weichen und verlegt werden. Am drehbaren Fahrradkarussell ist Platz für zwölf Fahrräder. Ein Schloss sichert die Velos. Etwa 17 000 Euro kostet die Anschaffung – finanziert wird sie von der Stadt. Die Nutzer zahlen einmalig 380 Euro pro Stellplatz, dazu kommen rund 20 bis 30 Euro an Wartungs- und Reparaturkosten pro Jahr. „Die Summe legt die Nutzergemeinschaft selbst fest“, sagt die städtische Projektverantwortliche Leonidou. Das ist nämlich das besondere an dem Projekt: Die maximal zwölf Nutzer pro Häuschen schließen sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammen und kümmern sich selbstständig um Reparaturen, Sauberkeit und Co.

„Eigentlich wollten wir das Projekt in Bockenheim starten“, sagt Leonidou. Doch dort fanden sich bei weitem nicht genug Interessenten. Mit dem Pilotprojekt in der Hegelstraße will die Stadt testen, ob das Konzept funktioniert oder ob es überarbeitet werden muss.

Zwei Anträge dazu hatte der Ortsbeirat bereits geschoben, als sich die Nutzergemeinschaft ankündigte, das Projekt heute Abend vorstellen zu wollen. Die Grünen unterstützen den Vorstoß, die CDU zeigt sich kritisch und möchte zunächst mehr Informationen über die Gestaltung und die Auswahl von Ort und Nutzern. Die Hegelstraße sei nicht als Fahrrad-Hotspot bekannt, sondern fiele vielmehr durch Motorräder auf.

Desweiteren wird heute Abend über die Bauarbeiten am Bürgerhospital diskutiert. Die CDU begrüßt zwar die Standortsicherung durch den Zuzug des Clementine Kinderhospitals, allerdings führe das zu mehr Bau- und langfristig zu mehr Verkehrslärm. Die CDU schlägt daher eine Betten-Obergrenze vor.

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