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Ostend Rettung für Café Viva

Die Stadt fördert den Treff der IGS Herder in der Waldschmidtstraße mit 30.000 Euro. Die Einrichtung ist künftig für alle Jugendlichen aus dem Stadtteil geöffnet.

Café Viva
Das Café Viva der IGS Herder ist gerettet. Foto: Christoph Boeckheler

Die Zukunft des Schülercafés Viva in der Waldschmidtstraße ist gesichert. Der Jugendhilfeausschuss (JHA) der Stadt hat sich dafür ausgesprochen, die vom Christlichen Verein junger Menschen (CVJM) geführte Einrichtung mit knapp 30 000 Euro zu fördern, berichtet die Leiterin des Sozialamtes Brigitte Henzel auf Anfrage. Damit sei der JHA dem Vorschlag des Fachausschuss Kinder- und Jugendförderung gefolgt.

Das Café der Integrierten Gesamtschule Herder stand vor dem Aus. Die Dr. Arthur Pfungst-Stiftung, die die Einrichtung seit Jahren finanzierte, hatte angekündigt, den Zuschuss zu Beginn dieses Jahres einzustellen (die FR berichtete). Ohne diesen fehlen dem Träger rund 25 000 Euro im Jahr. Die Stiftung stellt dem CVJM die Räume in der Waldschmidtstraße kostenfrei zu Verfügung. Zudem hat sie den Verein in diesem Jahr noch einmal in geringerem Umfang finanziell unterstützt, um den Übergang zu erleichtern.

Der CVJM ist sehr zufrieden über die städtische Zusage. Damit sei die Einrichtung finanziell wieder auf demselben Stand wie vor der Kündigung der Stiftung, sagt Schatzmeister Karlheinz Walch. Nach wie vor müsse der Verein jedoch Eigenmittel in das Café stecken, um es am Laufen zu halten. Das Jahr 2017 sei für den Verein sehr anstrengend gewesen. Bis er die Zusage erhalten habe, in die Liste der Regelempfänger aufgenommen worden zu sein, habe das Café um seine Zukunft gebangt. Auch habe der CVJM jemanden finden müssen, der die Kosten vorstreckt.

Das Geld aus dem Budget des Jugendhilfeausschusses erhält das Café zunächst für 2017. Für das kommende Jahr muss es erneut beantragt werden, so Amtsleiterin Henzel. Da die Einrichtung jedoch als förderwürdig eingestuft sei, gebe es „eine gewisse Sicherheit“. Auch sei davon auszugehen, dass die Stadt im voraus Abschläge zahle.

Konzept überarbeitet

Bevor der CVJM die Zusage erhalten hat, musste er sein Konzept überarbeiten. Für ein reines Schülercafé konnte der Ausschuss kein Geld zur Verfügung stellen. Jetzt ist die Einrichtung nicht mehr nur für die Jugendlichen der benachbarten IGS an der Wittelsbacherallee geöffnet, die dort etwa Ganztagskurse besuchen. Das Café könne nun auch von Außenstehenden besucht werden, sagt Walch.

In der IGS Herder stößt die Mitteilung, dass das Viva bestehen bleibt, auf Begeisterung. „Wenn das so ist, dann wäre das super!“, freut sich Direktorin Martina Neumann-Beer. Nach wie vor sei die räumliche Situation der Schule beengt und die IGS auf zusätzliche Räume angewiesen. Darüber hinaus sei das Café eine wertvolle „pädagogische Variante“. Da es auf der anderen Straßenseite liegt, lernten die Jugendlichen etwa, Verantwortung zu übernehmen.

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