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Ostend Neue Bauteile für die Neckarmannbrücke

Die Neckermannbrücke in der Hanauer Landstraße wird erneuert. Derzeit läuft alles nach Plan - in etwa sechs Wochen soll die Brücke wieder befahrbar sein.

Neckermannbrücke
Foto: Renate Hoyer

Noch klafft in der Mitte der Neckermannbrücke auf der Hanauer Landstraße ein großes Loch, sowohl die Fahrbahn als auch die Tramgleise hören plötzlich auf, stattdessen ragen Stahlträger aus dem Boden und neue wie alte Betonplatten kommen zum Vorschein. Doch bis zum Abend wird auch diese Lücke geschlossen sein, nachdem mithilfe eines mobilen Schwerlastkrans sechs neue Fertigbauteile eingehoben und damit die zweite Bauphase des umfangreichen Brückenneubaus eingeläutet worden ist, wie der zuständige Bauleiter Thomas Singer vom Amt für Straßenbau und Erschließung erzählt.

Mit Blick auf die jeweils 26 Tonnen schweren Fertigbauteile, die auf den Gleisen der unter der Neckermannbrücke verlaufenen Hafenbahn bereit liegen, erläutert er die Herausforderungen der Baustelle. „Um ein Verkehrschaos zu verhindern, finden besonders aufwendige Arbeiten wie das Herausheben der alten Brückenteile oder das Einheben der neuen entweder nachts oder am Sonntag statt“, so Singer. Die Bauarbeiten laufen unter Hochdruck, um die für die Bürger kritischste Phase, in welcher nur zwei Fahrbahnen stadtauswärts und eine stadteinwärts für den Verkehr freigegeben sind sowie der Tram- durch Schienenersatzverkehr ausgeglichen werden muss, möglichst kurz zu halten. 

Nach dem Einheben der neuen Bauteile werden in den kommenden Nachtschichten sogenannte Bewehrungsarbeiten stattfinden, um die einzelnen Bauteile aneinander anzupassen und zu betonieren. Anschließend erfolge der Straßen- und Gleisbau und „in knapp sechs Wochen sollten wir damit durch sein und die Brücke wieder vollständig befahrbar sein“, sagt Experte Singer.

Hans Beier, Abteilungsleiter für Brücken- und Ingenieurbau der Stadt Frankfurt, zeigt sich mehr als zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten. Zwar mache der um die Baustelle verlaufende Verkehr diese sehr aufwendig und erfordere somit eine präzise Arbeitsplanung, „doch zum Glück haben wir eine sehr kompetente Baufirma und liegen daher deutlich im Zeitplan.“

Zum weiteren Verlauf der Arbeiten berichtet er, dass in einem dritten und letzten Bauabschnitt ein weiterer Träger der Brücke auf der südlichen Seite ausgetauscht werde. Zusätzlich werde noch eine rund 40 Meter lange Stützwand, die den Straßendamm gegen das angrenzende Neckermanngrundstück sichert, erneuert.

Nach derzeitigem Planungsstand soll der knapp zehn Millionen Euro teure Neubau der Neckermannbrücke zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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