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Ostend Drei Pläne für den Paul-Arnsberg-Platz

Eine Bürgerinitiative möchte das triste Areal an der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frankfurter Ostend aufhübschen und präsentiert Ideen.

Ostend
Uhlandschüler und Kinder der benachbarten Kitas haben den ersten Weihnachtsbaum auf dem Paul-Arnsberg-Platz geschmückt. Foto: Rolf Oeser

Mehr Grün, weniger Beton. Das sind die zentralen Forderungen, wie der Paul-Arnsberg-Platz umgestaltet und damit verschönert und belebt werden kann. Seit März beschäftigt sich eine Initiative des Vereins Lebenswertes Ostend mit der Frage, was auf dem tristen Areal gegenüber der EZB geschehen könnte. Ihr Vorhaben präsentierte sie in der Sitzung des Ortsbeirats am Dienstagabend.

Der Platz ist eine „Visitenkarten Frankfurts und des Ostends“, sagte Christian Kampen von der Initiative. Bislang darbe die Fläche zwischen Rückert- und Sonnemannstraße aber „weit hinter ihren Möglichkeiten“. Im Sommer sammelte die Gruppe deshalb 100 Ideen von Anwohnern. „Die meisten wollten mehr Grün und wenigstens eine Teil-Entsieglung.“ In seiner jetzigen Gestaltung heize sich der 2001 fertiggestellte Platz stark auf.

Konkrete Pläne gebe es noch nicht. Anfang 2018 soll in offenen Workshops geklärt werden, wie der Platz einmal aussehen könnte. Geplant sind drei Entwürfe. An der Grundform und den Treppen solle sich nichts ändern, sagt Kampen. Nötig seien Schattenspender und mobile Sitzmöglichkeiten, „damit sich Anwohner dort treffen und zusammensetzen können“.

In diesem Sinne ist die Initiative bereits aktiv. So bewässerte sie etwa im Sommer die Bäume, und organisierte Nachbarschaftstreffen. Seit Dienstag steht auf dem Arnsberg-Platz erstmals ein Weihnachtsbaum - mit Hilfe der Stadt und des Ortsbeirats.

Auch wenn sich die Initiative eine Umgestaltung wünscht, plant sie zunächst eine temporäre Lösung für April. Vorgesehen sind etwa transportable Beete mit Kräutern, die das Umweltamt zur Verfügung stellt. Das Grüne Wohnzimmer soll erneut Station auf dem Platz machen: Eine mobile Wand aus Pflanzen mit Sitzgelegenheiten.

Dabei möchte die Gruppe auch die Jugendlichen einbeziehen, die sich abends auf dem Arnsberg-Platz treffen. „Wir glauben, dann gibt es hinterher weniger Abfall und Zerstörung“, sagte Gudrun Schmidt von der Initiative.

Eine temporäre Lösung begrüßt das Planungsdezernat. Mit einer grundlegenden Umgestaltung dürfen die Bürger jedoch nicht in naher Zukunft rechnen, sagte Sprecher Mark Gellert auf Anfrage. Der Platz sei über das Stadterneuerungsprogramm mit Mitteln des Landes finanziert worden. Für 30 Jahre sei das Geld zweckgebunden, „sonst müsste es zurückgezahlt werden“. Zudem gebe es eine lange Prioritätenliste von Vorhaben in anderen Stadtteilen. Eine Entsieglung sehe das Dezernat „sehr skeptisch“. Es gebe verschiedene Angebote, die auf eine gepflasterte Fläche angewiesen sind.

Die Stadtteilpolitiker begrüßten das Engagement des Vereins. Die ursprüngliche Idee, dort einen Wochenmarkt einzurichten, habe nicht funktioniert, sagte Martin Ried von den Grünen. Jetzt könne über eine neue Gestaltung und eine Entsiegelung nachgedacht werden. Positiv sei, dass sich Bürger einbrächten, „die dort auch wohnen“, lobte der CDU-Fraktionsvorsitzende, Bodo Pfaff-Greiffenhagen. Viktorija Stojak von der CDU regte an, den Platz künstlerisch zu gestalten und den Boden etwa zu bemalen. Auf wenig Zuspruch stieß Pfaff-Greiffenhagens Idee, unter dem Areal eine Quartiersgarage zu errichten. In den Tiefgaragen rings um das Areal gebe es viel Leerstand, sagten Anwohner.

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