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Nordend Studenten parken im Wohngebiet

Seit der Eröffnung der Frankfurt School of Finance hagele es Strafzettel, klagen die Anwohner.

Frankfurt School of Finance Campus
Insgesamt 5400 Studierende sind in der Hochschule an der Adickesallee eingeschrieben oder nehmen an berufsbegleitenden Programmen teil. Foto: Monika Müller

Vor einer Woche hat die Frankfurt School of Finance & Management ihren neuen Campus an der Adickesallee offiziell eröffnet. Und schon klagen Anwohner über Studierende, die alles zuparkten. Die Parksituation dort sei schon angespannt, sagte Manfred Patock, der nördlich der Allee wohnt, in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 3 am Donnerstagabend. „Die Summe meiner Strafzettel liegt allein für dieses Jahr bereits im dreistelligen Bereich.“ Seit der Eröffnung der Hochschule sei es „nahezu unmöglich, einen Parkplatz zu finden, ohne im Laufe des Tages einen Strafzettel zu kassieren“, bestätigte sein Nachbar Jürgen Klug.

Die beiden sehen die Wirtschaftsschule in der Verantwortung, ausreichend Parkplätze für ihre Studierenden zur Verfügung zu stellen. Da die derzeitige Tiefgarage lediglich über 105 Stellplätze verfüge, würden viele der Hochschüler in angrenzende Straßen ausweichen. Das Problem betreffe nicht allein die beiden Anwohner der De-Bary-Straße, die in unmittelbarer Nähe der Frankfurt School wohnen. So gebe es bereits Telefonketten unter den Bewohnern der angrenzenden Wohngebiete, die sich gegenseitig darüber informierten, sobald Politessen in der Nachbarschaft unterwegs seien, um, so Patock, „im Zweifel noch schnell das Auto umparken zu können“.

Die Tiefgarage sei in erster Linie für Mitarbeiter gedacht, berichtet Jennifer Pollak, Sprecherin der Frankfurt School of Finance, auf Anfrage der FR. Studierende und Anwohner könnten jedoch in den angrenzenden Wohnheimen weitere 240 Stellplätze kostenpflichtig anmieten. Zudem weist sie darauf hin, dass sämtliche Studierenden über ein Semesterticket verfügten, „welches ein großer Teil sicherlich auch nutzt“, so Pollak. Als Lösung des Problems schlägt sie die Einrichtung von Anwohnerparkplätzen vor.

Grüne für Anwohnerparkplätze

Genau dafür möchten sich auch die Grünen im Ortsbeirat einsetzen. Da die schwierige Parksituation rund um die Adickesallee bekannt sei und auch in der Vergangenheit bereits im Stadtteilgremium diskutiert wurde, werde seine Fraktion sich für die Anwohnerparkplätze einsetzen, sagte Jochen Vielhauer (Grüne) zu.

Ein Vorschlag, den die Stadtverordnete Stella Stilgenbauer (SPD) gut nachvollziehen kann, da sie ebenfalls von dem Problem betroffen sei. Sie gab jedoch zu bedenken, dass „dadurch letztendlich vermutlich mehr Parkplätze verschwinden als entstehen“. Als einzig sinnvolle Lösung für ein „so dicht bewohntes Quartier wie das Nordend“ erachtet Manfred Zieran (ÖkoLinX-ARL) eine verstärkte Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

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