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Nordend „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert Angebote für Kids

Mehr als 20 Institutionen zeigen in der IGS Nordend ihre Angebote für Kinder und Jugendliche.

IGS Nordend
„Schwellen runter“ hieß das Motto in der Aula der IGS Nordend. Foto: Peter Jülich

Aufmerksam hören Ekaterina und Yessica zu, als Abdellaftif Hjiri den Schülerinnen vom „Jugendmigrationsdienst“ berichtet. Am Dienstag besuchen rund 200 Schüler in der Aula der IGS Nordend den „Markt der Möglichkeiten“. Die Achtklässler der Integrierten Gesamtschule sowie der Seckbacher Friedrich-Ebert-Schule klappern Stände von Jugendberatungs- und Freizeiteinrichtungen ab und informieren sich über deren Angebot. Mehr als 20 Institutionen stellen sich vor – Pro Familia, die Aidshilfe, Polizei, Sozialrathäuser, die Lehrerkooperative, Jugendzentren und Beratungsstellen.

„Für junge Menschen haben solche Einrichtungen hohe Schwellen“, sagt Rüdiger Koch, Veranstalter und Koordinator des Stadtteilarbeitskreises. „Auf dieser Plattform sollen sie die Einrichtungen kennenlernen und ihren Mitschülern davon erzählen.“ Entsprechend sind die Schüler mit vorbereiteten Fragebögen unterwegs und machen sich Notizen.  

Ekaterina und Yessica haben sich neben dem Jugendmigrationsdienst Notizen zu „Kids Seckbach“ und zum Bewerbungszentrum „Kubi“ gemacht. Ekaterina hat es auch das Jugendhaus am Heideplatz angetan. „Da kann man singen“, sagt die 15-Jährige aus dem Ostend. Auch Kochen und Nachhilfe würde sie interessieren. Yessica findet das Sport-Angebot des Jugendzentrums spannend. Die Enkheimerin hat sich auch über das Mädchenhaus des Vereins Feministische Mädchenarbeit (FeM) informiert. „Wenn man Probleme zu Hause hat, ist das interessant“, sagt sie. Bei FeM arbeiten ausschließlich Pädagoginnen. Eine davon, Leila Antary, berichtet, dass der Verein neben Beratung bei familiären Problemen Hausaufgabenbetreuung sowie „Empowerment“ mit „Perspektiven für schwierige Lebenslagen“ anbiete. „Es ist ein geschützter Raum für Mädchen.“

Der Jugendmigrationsdienst, hilft bei Fragen zum Aufenthaltsstatus sowie der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen. „Wir bieten auch Workshops, zum Beispiel zur Verbraucherkompetenz von Flüchtlingen oder strafrechtlichen Fragen an“, sagt Abdellatif Hjiri. Zwölf- bis 27-Jährige können sich in der Innenstadt sowie einer Außenstelle in Goldstein beraten lassen.

„Wichtig ist, dass die Jugendlichen die Einrichtungen in den nächsten beiden Tagen in kleinen Gruppen besuchen werden“, sagt Veranstalter Koch. Dann könnten die Schüler noch genauer erfahren, was die Häuser machten und wo sie zu finden seien. Der 15-jährige Aria will den Jugendmigrationsdienst sowie das 6. Polizeirevier besuchen. „Wenn Jugendliche eine Straftat begangen haben, achtet die Polizei äußerst präzise auf sie“, sagt der Schüler. Das finde er gut.

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