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Nordend Kurs mit Grammy-Nominiertem

Mehr als 300 Workshops bietet der Verein Waggong in der Kulturwerkstatt Germaniastraße.

Emre Can
Michael Bernschneider unterrichtet die zwölfjährige Annouk auf der E-Gitarre. Foto: Rolf Oeser

Die überschaubaren Zeiten sind längst vorbei. 20 bis 30 Kurse, das war einmal, vor mehr als 25 Jahren. Heute seien es 300 bis 340 Kurse, die der Verein Waggong anbiete, sagt Roland Frischkorn, Vorsitzender des Vereins. Dazu gehören auch die Kurse und Workshops im Zentrum „Kulturwerkstatt Germaniastraße“, die zusammengefasst in einem Programm für Frühjahr und Sommer nun vorgestellt wurden.

Der Jazz Workshop mit Mariano Diaz im Juni sei dabei einer der Höhepunkte, sagt Maria Schmitt, die sich gemeinsam mit Fritz Müller verantwortlich zeichnet für die Programmgestaltung. Diaz ist argentinischer, Grammy nominierter Pianist, der über Stilistik und Ausdrucksweise des Jazzpianos lehren wird. Daneben gebe es Kurse von Profimusikern für Kinder, Ensembles, für Anfänger und Fortgeschrittene, zur Stimmbildung, für Percussions, Gitarren, Streich- und Blasinstrumente – und die Konzertreihe Klangräume. Der Schlagzeuger Jörn Schipper beispielsweise wird im Rahmen dieser mit einem multimedialen Klangwerk aufwarten.

Das Programm in seiner Gesamtheit zeichne seine Vielfalt aus, sagt Frischkorn. Es ist damit Spiegelbild der Kulturwerkstatt, jenen soziokulturellen Zentrums, das Lebensraum ist für den Facettenreichtum der Musik. Salsa, Percussion, Blues, Rock oder Pop, all das gebe es in der Kulturwerkstatt, sagt Schmitt.

50 freiberufliche Dozenten lehren in dem Bunker an der Germaniastraße 600 Schülern die verschiedensten Instrumenten und Stilrichtungen. Ein Begegnungszentrum sei die Germaniastraße, sagt Müller – im Herzen der Musikszene. Denn das, was das Programm ausmache, mache ebenso die Kulturwerkstatt aus: die Beteiligung der Szene. Schmitt verdeutlicht das am Beispiel der Bands: Jugendliche könnten in der Kulturwerkstatt auf Profis aus dem Bereich zurückgreifen, die helfen bei der Bandgründung, bei den Aufnahmen, der Werbung nach außen. In anderen Einrichtungen sei dies zuweilen nicht der Fall.

Seit mehr als 25 Jahren sind Schmitt und Müller Hüter dieses Konzeptes. Möglichkeiten und Ideen gäbe es noch viel mehr, meint Frischkorn. „Personell ist das aber nicht möglich.“ Deswegen erhoffe man sich seitens der Stadt noch stärkere finanzielle Unterstützung für eine weitere Stelle, die wiederum mehr Angebot gleichkäme. Einher damit gehen auch die jüngsten Ambitionen: der Bunker soll um eine Etage erweitert werden. „Somit könnten wir einen großen Konzertsaal einrichten“, sagt Frischkorn. Das Liegenschaftsamt hält die Aufstockung baulich für möglich

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