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Nordend Kleine Roboter zum Selberbauen

Die jungen Stadtteilbotschafter geben Einblicke in ihre Arbeit. Einige haben neue Ideen, während andere bewährte Konzepte fortsetzen.

tadtteilbotschafter stellen ihre Arbeit vor
Stadtteilbotschafterin Rojda Cicek baut bei ihrem Projekt Roboter. Foto: Rolf Oeser

Ein Speed-Dating gegen Vorurteile, zwei Fahrräder auf denen man sich kennenlernt oder eine Schreibmaschine, die Besucher amüsiert benutzen. Die jungen Stadtteilbotschafter hatten viele Ideen für Projekte in ihrem Stadtteil, die sie am Donnerstagabend in der Goldhalle des Hessischen Rundfunks vorstellten.

Sie alle haben sich für ein Stipendium der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt qualifiziert. Hierbei werden die Teilnehmer in Seminaren trainiert und ihre Vorhaben werden mit bis zu 3000 Euro unterstützt. In diesem Jahr sind die Teilnehmer zwischen 15 und 17 Jahren alt. Zum sechsten Mal unterstützt die Stiftung die engagierten Jugendlichen in 15 Stadtteilen. Diese haben dank der Unterstützung von Profis bereits mit der Arbeit begonnen.

Ein Stand fällt durch seine Roboter auf. Besucher stehen hier und steuern die Maschinen durch einen Parcours. Rojda Cicek geht zwischen ihnen umher, erklärt und repariert. Mit ihrem Projekt „Technik for fun“ in Sindlingen, gibt die Ingenieursstudentin Roboter-Kurse für Mädchen ab zehn Jahren. „Auch Frauen sind gut in Mathe und Physik“, steht an der Tafel ihres Standes. „Mit dem Stipendium konnte ich das Material bezahlen“, sagt die 24-Jährige. „Deshalb können die Mädchen die Roboter behalten.“ Jeden Donnerstag geht sie in eine Jugendeinrichtung in ihrem Stadtteil.

Bewegung in ihren Stadtteil bringt Michelle Schmitz mit „Sachsenhausen isst regional“. Beim rennenden Dinner ist ein Teilnehmer Gast und Gastgeber zugleich. Nach Anmeldung als Zweier-Team wird man zugelost: Entweder muss man ein Hauptgericht, eine Vor- oder Nachspeisen zubereiten. Andere Sachsenhäuser kommen dann zu einem, um zu essen. Für die anderen Gänge wechselt das Gastgeber-Team den Ort und wird selbst zu Gästen. Abschließend gibt es einen Umtrunk.

Das Essen soll mit regionalen Produkten zubereitet werden. Bereits im vergangenen Jahr startete die erste Runde des Dinners. „Es war fantastisch, wir saßen noch bis drei Uhr nachts zusammen“, sagt die Organisatorin.

Gegen Vorurteile richtet sich das Projekt von Sophia Alam aus Fechenheim. „Mit Essen kann man die Menschen zusammenbringen“, sagt die 23-Jährige. Deshalb hat sie bereits ein „Interkulturelles Foodfestival“ auf die Beine gestellt. Gerne würde sie noch ein weiteres planen. Fechenheimer haben dabei Essen aus Ländern wie Bangladesch , Südafrika oder Russland mitgebracht. Alam und ihr Team haben es dann verkauft. Einen Gewinn will sie nicht machen, sondern die Nachbarschaft zusammenbringen.

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