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Nordend Kinder gestalten den Holzhausenpark mit

Zur Wiedereröffnung des Spielplatzes im Holzhausenpark kommen etliche Familien. Gefeiert wird das bei einem Sommerfest, bei dem Kinder auch Holzzäune bemalen können.

Sommerfest
Viele Familien und vor allem Kinder freuen sich, künftig wieder richtig im Park toben zu können. Foto: Michael Schick

Hier im Park sind wir zu Hause, hier im Park sind wir daheim!“ Es sind Zeilen aus einem Song des Liedermachers Ferri, den die Kinderchöre der Frankfurter Bürgerstiftung am Samstag voller Inbrunst vor dem Holzhausenschlösschen singen. Kurz zuvor, Schlag 13 Uhr, wurde mit Dudelsack und Trompeten nicht nur das traditionsreiche Sommerkinderfest eröffnet, sondern auch der neugestaltete Spielplatz im Holzhausenpark.

Die Grünanlage im Nordend wurde ein Jahr lang für rund 1,4 Millionen Euro saniert. Außer der Installation neuer Spielgeräte wurden die Wege und die Rasenfläche im Park instandgesetzt. Letztere soll langfristig durch 30 Zentimeter hohe Bodenwellen geschützt werden. Die Erhebungen sollen verhindern, dass dort professionell Fußball gespielt wird. Zuvor hitzig über ihre Ästhetik debattiert, fügen sich die Wellen heute einheitlich begrünt und durch Sitzsteine unterteilt in die Parklandschaft ein.

„Es ist wirklich schön geworden“, lobt Andrea Zimmermann, die in der Nachbarschaft wohnt. Sie selbst hat schon als Kind im Holzhausenpark gespielt. Heute ist sie mit ihrem vierjährigen Neffen Nick gekommen, der den neuen Kletterpark testet, indem er sich mit vollem Körpereinsatz von Seil zu Seil schwingt. „Es gibt jetzt so viel mehr Spielmöglichkeiten, das ist toll!“

Außer dem barrierefreien Klettergerüst gibt es Schaukeln und Rutschen für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen, die alte Spiel-Eisenbahn ist durch eine Kutsche ersetzt und eine Drehscheibe aufgestellt worden. Auch der Sandkasten wurde vergrößert und mit einem Wasserspielbereich ausgestattet.

Das Highlight am Samstag ist allerdings die Mitmach-Aktion des Projekts „Kindern eine Stimme geben“. Schon im März wurden über 500 Schüler aus dem Umkreis befragt, wie sie die Zäune, die Parkbäume schützen sollen, gestalten würden. „Bunt, mit einem fortlaufenden Muster und Tieren, Pflanzen oder Menschen, die lebensecht wirken, das waren die zentralen Wünsche“, erzählt Susanne Kaiser vom Verein BSJ Marburg, der die Umfrage durchführte.

Im Oktober geht es an die erste Gestaltungsetappe der Holzzäune. Die Sommerfestbesucher dürfen schon vorarbeiten. Am Designertisch im Park können sie Schablonen bemalen und die Motive auf Zaunlatten übertragen. „Das ist eine schöne Idee, dass die Kids sich hier verewigen“, sagt eine Mutter. Das war auch Ziel der Umgestaltung: „Der Park soll in erster Linie für die Kinder sein. Ihnen soll es hier gefallen“, erklärt Clemens Greve, Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung, die das Sommerfest ausrichtet und an der Parkgestaltung beteiligt war.

Für etwa fünf Jahre sollen die Zäune stehen bleiben – bis die alten Bäume durch neugepflanzte Sträucher, die das Erdreich auflockern sollen, richtig angewachsen sind. „Ich erinnere mich noch gut daran, wie hier kurz nach meinem Amtsantritt eine Buche umgestürzt ist“, erzählt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig in ihrer Ansprache. Sowas solle nicht mehr passieren.

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