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Nordend Honig vom Unidach

Seit acht Wochen sammeln vier Bienenvölker auf der Frankfurt School of Finance Nektar. Bei der ersten Ernte sind 70 Kilogramm Honig zusammengekommen.

Imker Antonio Gurliaccio hat keine Angst vor Bienen. Foto: Christoph Boeckheler

Keine Biene ist in der Luft zu sehen. Auch um die vier Bienenstöcke, die neuerdings auf dem Dach der Frankfurter School of Finance and Management stehen, summt kein Insekt. „Es ist heute zu windig, das mögen die Bienen nicht“, sagt Sabine Schoor, eine der beiden Bienenpatinnen, die sich an der Bildungseinrichtung um die kleinen Honiglieferanten kümmern. Imker Antonio Gurliaccio zieht einen Rahmen aus einer Beute heraus und tatsächlich: Dort sitzen mehrere Dutzend Bienen und verbringen den kalten Tag im Schutz des Stocks.

Das Bienenprojekt der Frankfurt School läuft seit etwa acht Wochen, in diesen Tagen konnte zum ersten Mal geerntet werden. 70 Kilogramm haben die fleißigen Insekten zusammengesammelt. Ein Vorteil dabei war bestimmt die Dachbepflanzung der Privatuniversität, an der die Bienen Nektar sammeln konnten. „Aber es geht uns weniger um den Honig, es geht um die Bienen“, sagt Sabine Schoor.

Die Senior Projekt Managerin im Bereich Kommunikation und Vertrieb engagiert sich in ihrem Garten für Wildbienen. An der Frankfurt School machte sie schließlich den Vorschlag, bei „Frankfurt summt“ mitzumachen. Sie bekam grünes Licht und kümmerte sich um die Vorbereitung.

Schoor machte eine Imkerausbildung, schnell war auch Myriam Gellner, die zweite Bienenpatin, mit im Boot.

Als Partner suchten sich die beiden die Bienenbotschaft in Karben aus. Die Allianz Umweltstiftung half bei der Realisierung des Projekts. Über allem stand immer die Nachhaltigkeit. Kein Plastik in den Beuten, das Holz aus einem sozialen Projekt. „Wir wollen bei den Kollegen das Bewusstsein für die Bienen steigern“, verdeutlicht Schoor die Intention. Der Plan sei aufgegangen, immer häufiger fragen die Mitarbeiter nach den Tieren und schauen nun schon mal bei den Bienenstöcken vorbei. Und auch die Studenten seien neugierig geworden.

Die hessische Umweltministerin Priska Hinz lobte das Projekt der Privatuni und betonte, dass jeder einzelne sich mit Nachhaltigkeit und Biodiversität beschäftigen müsse. „Unsere Lebensgrundlage schwindet.“ Besonders Wildbienen seien momentan sehr unter Druck.

Hinz loste dann noch die beiden fehlenden Namen für die Bienenvölker aus. Die ersten wurden nach ihren Patinnen getauft: Sabine I. und Myriam I. Aus mehreren Namensvorschlägen fischte die Ministerin noch Katharina und Sarah heraus – vier Frauennamen für die von je einer Königin geführten Völker.

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