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Nordend Erstklassige Schreiber

Die Schülerzeitung „Merianfalke“ räumt einen Preis nach dem anderen ab. Das Team wird jedes Jahr ausgetauscht, 50 bis 60 Bewerber gibt es.

Merian-Falke Schülerzeitung | Merianschule | Frankfurt | 22. November 2017
Redaktionssitzungen beim ?Merianfalken? laufen sehr professionell ab. Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)

Die wöchentliche Redaktionssitzung des „Merianfalken“ unterscheidet sich kaum von anderen Zeitungen – außer, dass die Redakteure ein bisschen kleiner sind. Themen der nächsten Ausgabe werden besprochen, Probleme gelöst und Aufgaben verteilt.

Acht Nachwuchsreporter aus der dritten und vierten Klasse treffen sich regelmäßig im Stuhlkreis ihres Klassenraums, um an der Schülerzeitung der Merianschule im Nordend zu arbeiten. Einmal im Schuljahr erscheint eine Ausgabe mit Berichten über die Schule, Frankfurt und Themen aus der ganzen Welt. Die Ausgabe des vergangenen Jahres konnte beim Schülerzeitungswettbewerb der Jugendpresse Hessen den zweiten Platz in der Kategorie „Grundschulen“ erreichen. Der „Merianfalke“ ist dabei die einzige Schule aus ganz Frankfurt, die bei dem Wettbewerb ausgezeichnet wurde.

„Seit ich die Schülerzeitung vor drei Jahren übernommen habe, konnten wir bei diesem und bei einem anderen Wettbewerb in der Vergangenheit bereits jeweils den ersten Preis gewinnen“, sagt Lehrerin Birthe Osolin. „Die Kinder motiviert so etwas auf jeden Fall.“

Beliebt ist der „Merianfalke“ auch innerhalb der Schule: 30 bis 50 Schüler bewerben sich pro Jahr auf die wenigen Plätze.

Wer reinkommt, wird nach pädagogischen Gesichtspunkten entschieden. In jedem Schuljahr werden die Nachwuchsreporter ausgetauscht, sodass jeder „Merianfalke“ von einer anderen Gruppe erstellt wird.

Schüler arbeiten auch Zuhause

Damit auch die nächste Ausgabe, die im kommenden Sommer erscheinen soll, ein voller Erfolg wird, arbeiten die Kinder nicht nur in der Schule, sondern auch Zuhause an ihren Beiträgen. Neben einem Haustier-Quiz, einem Interview im Tierheim und einem Landesbericht über Russland soll auch ein Bericht über den Brand des Goetheturms entstehen.

Die neunjährige Lena recherchiert dafür im Internet und sucht Informationen über das Feuer und die Pläne für einen möglichen Wiederaufbau. Eine Freundin soll ihr ein Bild des Turms malen, das neben dem Artikel erscheinen soll. „Der Goetheturm war ja ein wichtiges Wahrzeichen“, sagt Lena. „Deshalb finde ich es spannend, darüber zu schreiben.“

Die Themenideen kommen laut Osolin alle von den Kindern selbst, nur das Layout der Ausgaben wird von der AG-Leiterin erstellt. „Man merkt, wie sich die Kinder über das Jahr entwickeln, selbstständiger werden und organisierter arbeiten.“ Regelmäßig werde selbstbewusst und mit Stolz von der Arbeit am „Merianfalken“ erzählt.

„Es ist schon toll, seinen eigenen Bericht in der Zeitung zu sehen“, sagt Lena. „Man sieht, was man Tolles gemeinsam schaffen kann, wenn man als Team zusammenarbeitet.“ Daher sei es am Ende auch egal, ob man in einem Wettbewerb den ersten oder fünften Platz belegen würde.

Ihr Redaktionskollege Zacharia, ebenfalls neun Jahre alt, stimmt Lena voll und ganz zu: „Wirklich wichtig ist nicht, einen Preis zu gewinnen, sondern hier bei der Schülerzeitung zusammen viel Spaß zu haben.“

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