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Nordend Diskussion zu Innovationsquartier

Die Architekten, die den Wettbewerb zum geplanten Innovationsquartier im Nordend gewonnen haben, stellen ihr Konzept Bürgern und dem Ortsbeirat vor.

Ausstellung zu möglichen Wohnformen für das Ernst-May-Viertel im Juli 2017. Foto: Michael Schick (Michael Schick)

Umstritten ist das neue Viertel – und wird es auch bleiben. Dennoch haben Bürger nun erneut die Möglichkeit, zum geplanten Innovationsquartier Stellung zu beziehen. Die Sieger des Architektenwettbewerbs, das Team von Tobe Stadt, Stefan Bernard Landschaftsarchitekten und Kölling und Voigt Architekten, werden am Donnerstag in die Ortsbeiratssitzung kommen. Dort erläutern die Planer ihren Entwurf „Günthersburghöfe“ und stellen sich den Fragen und der Kritik der Bürger.

Die Günthersburghöfe waren mit 6 zu 1 Stimme gewählt worden, auch viele Bürger hatten Gefallen an dem Entwurf gefunden. Vor allem ein Hochhaus mit 16 Stockwerken an der Ecke Friedberger Landstraße und Wasserpark sorgt jedoch für Kritik.

Da der Entwurf möglichst viel Grün vorsieht, ist die Bebauung im Zentrum der Fläche am Günthersburgpark zudem sehr dicht gestaltet. Der Klimatologe Lutz Katzschner hat für beide Stellen Hitzestau und Turbulenzen prophezeit. Die Bürgerinitiative Grüne Lunge fordert den sofortigen Planungsstopp: „Schon allein das Hochhaus ist eine Bausünde“, sagt Sprecher Peter Beckmann.

Auf dem 20 Hektar großen Areal sollen 1200 Wohnungen entstehen. Das Innovationsquartier wird als eine von acht Siedlungen des Ernst-May-Viertels geplant, dadurch sollen Grünzüge im Nordend, in Bornheim und in Seckbach verknüpft werden. Auch die Deckelung der A661 ist in dem Zuge vorgesehen – allerdings zeitlich erst deutlich nach der Wohnbebauung, die Finanzierung ist noch unklar. Auch deshalb sind die Planungen in der Kritik.

Kita und Büros geplant

In dem Hochhaus sollen außer Wohnungen auch eine Kita und Büros untergebracht werden. In Richtung Hungener Straße ist ein großer Gebäudekomplex mit Quartiersgarage vorgesehen. Dazu kommen sechs in sich geschlossene Gebäudekomplexe mit vier bis acht Geschossen entlang des ausgebauten Schlinkenwegs, der auch als Zugang zum neuen Quartiersplatz westlich des Abenteuerspielplatzes dienen soll. Dort ist ein Mehrgenerationenhaus geplant. Bis zu 15 Prozent der für Wohnungen vorgesehenen Fläche soll gemeinschaftlichen Wohnprojekten überlassen werden. Auf dem heutigen Areal der Gärtnerei Klumpen sieht der Entwurf eine Schule vor.

Einige der Kleingärten auf dem Gelände bleiben erhalten, Herzstück des Architektenentwurfs ist eine Gartenwildnis im Norden. Auf 24 000 Quadratmetern werden Pflanzen wachsen, umsäumt von einer Promenade.

Offen sind noch Details – etwa welche Schulform vorgesehen ist, wie die Verkehrsströme geleitet werden sollen und wie das Energie- und Regenwasserkonzept für das Areal aussieht.

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