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Neue Altstadt Peinliche Posse

Am Streit darum, wer die Verantwortung und die Kosten für die Neue Altstadt tragen muss, zeigt deutlich, dass der Weg vom politischen Prestigeobjekt zur ungeliebten Last nicht weit ist. Der Kommentar.

Neue Altstadt
Wer ein neues Quartier im Herzen der Stadt erschafft, muss auch dauerhaft für die nötige Infrastruktur sorgen. Foto: Renate Hoyer

Wie die berühmte heiße Kartoffel: So haben die Politiker im Römer die Verantwortung für die neue Altstadt von einem zum anderen weiter weitergereicht. Man sieht daran, dass der Weg vom politischen Prestigeobjekt zur ungeliebten Last nicht weit ist. 

Die peinliche Posse, die im Rathaus aufgeführt wurde, besitzt einen harten Kern: Natürlich verursacht die Unterhaltung eines neuen Stadtviertels mit 35 Gebäuden nicht unerhebliche Kosten. Da ist die Entsorgung des Mülls – zwei Millionen Besucher sollen im Jahr durch die Gassen laufen – nur eine Aufgabe. 

Aber nun können die Politiker nicht auf halbem Wege stehen bleiben. Sie haben für 200 Millionen Euro ein neues Quartier im Herzen der Stadt geschaffen. Nun müssen sie auch dauerhaft für die nötige Infrastruktur sorgen, für eine mögliche Sanierung und anderes mehr. An einer Widmung als öffentlicher Raum, für den auch die öffentliche Hand verantwortlich ist, führt kein Weg vorbei. 

Mit anderen Worten: Die neue Altstadt wird auf lange Zeit auch ein Kostenfaktor im städtischen Haushalt sein. Dieser Selbstverständlichkeit muss sich die Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen stellen. Deshalb war die Einigung über die Zuständigkeit am Ende erzwungen.  

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Neue Altstadt Frankfurt

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