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Neue Altstadt Frankfurt Meisterleistung oder Politik für Reiche?

Zur neuen Altstadt in Frankfurt gibt es im Römer kontroverse Meinungen.

Neue Frankfurter Altstadt
Ein Blick auf die neue Altstadt. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Die Meinungen zur Altstadt gehen auch im Römer weit auseinander. Die CDU beglückwünscht die beteiligten Architekten, Ingenieure und Zimmerleute zu ihrer „Meisterleistung“. Die Linken im Rathaus urteilen dagegen, die offizelle Eröffnung des Viertels am heutigen Freitag sei „kein Grund zum Feiern“. Jürgen Aha, Mitglied des im Jahre 2005 gegründeten Altstadtforums, reklamiert für sich, dass er schon 2004 die Idee für das neue Quartier öffentlich geäußert habe.

Aus Sicht der CDU ist die Altstadt ein neues Wahrzeichen für Frankfurt. Es sei eine „vernünftige Mischung“ aus Wohnen, Kultur und Gastronomie entstanden – „für Einheimische wie Touristen hochattraktiv“. Die Christdemokraten hätten seinerzeit den Abriss des Technischen Rathauses durchgesetzt, und sie versprechen „die Wiederbelebung der Brunnenkultur“: Nach dem Stoltzebrunnen auf dem Hühnermarkt soll auch der Schöppenbrunnen vor der „Goldenen Waage“ aufgebaut werden.

Die Linken kritisieren, der Wiederaufbau der Altstadt sei „eine zutiefst traditionalistische Idee“. Mit ihr werde versucht, „die Zeit der Zerstörung zu vergessen“. Es handele sich aber auch um „eine dreiste Politik für Reiche“. Luxusprojekte wie die Altstadt trügen die Schuld, dass für Bildung, Soziales und Umwelt das Geld fehle.

Jürgen Aha, einst Berater der früheren Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), behauptet, er habe 2004 der OB und dem damaligen Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Bührmann (CDU) eine Altstadt-Rekonstruktion vorgeschlagen. Bührmann habe aufgeschlossen reagiert, Roth „etwas ablehnend“. 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Neue Altstadt Frankfurt

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