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Neue Altstadt Altstadt wird zum Touristenmagnet

Reiseveranstalter nehmen die neue Frankfurter Altstadt in ihr Programm auf - Tourismus-Chef Thomas Feda ist begeistert. Doch die wachsende Zahl der Reisebusse könnte noch zum Problem werden.

Neue Altstadt
Die Touristen strömen zuhauf in die neue Altstadt. Foto: Michael Schick

Die neue Frankfurter Altstadt zwischen Dom und Römer ist ein großer Erfolg – zumindest aus touristischer Sicht. Die städtische Tourismus- und Congress GmbH kann sich vor Anfragen aus aller Welt zu dem neuen Quartier nach eigenen Angaben kaum retten. „Bis auf einzelne Nörgler hatten wir bei einem Projekt der Stadtentwicklung noch nie so einen großen Erfolg“, sagt der Geschäftsführer der städtischen Tourismus- und Congress GmbH (TCF), Thomas Feda, im Gespräch mit der FR.

Nach Fedas Worten gibt es zahlreiche Anfragen von Reiseunternehmen aus Deutschland, aber auch dem europäischen und nichteuropäischen Ausland. „Zur Zeit ist der Tagesreisemarkt mit einer Distanz von bis zu 100 Kilometern besonders an der Altstadt interessiert.“ Hier handelt es sich um Touristen, die mit Bussen nach Frankfurt gebracht werden.

Der Ansturm bringt logistische Probleme mit sich. Derzeit kommen 50 000 Bus-Touristen im Jahr nach Frankfurt – diese Zahl wird durch die Altstadt wachsen. Die Frage ist nur, wo die Busse parken können. Gegenwärtig dürfen die Busse maximal 15 Minuten in der Berliner Straße am Paulsplatz halten, um dort die Menschen auszuladen. Es gibt jedoch immer wieder Klagen darüber, dass diese Phasen überschritten werden oder Busse sogar in der zweiten Reihe parken und die Berliner Straße blockieren.

Die Touristen laufen dann zum Römerberg und zur Altstadt. Auf der Südseite des Mains, am Mainkai, sind für Reisebusse 30 Dauerhalteplätze eingerichtet. Diese Zahl wird künftig nicht ausreichen. „Wir werden uns mit Sicherheit über neue Busparkplätze Gedanken machen müssen“, sagt Feda. Anfragen gibt es aber auch von Flussreise-Anbietern, die mit ihren großen Fahrgastschiffen am Mainufer nicht weit vom Eisernen Steg entfernt ankern.

Die TCF bietet rund 80 Gästeführer auf, die Besucher auch durch die neue Altstadt leiten. Im Angebot sind 20 Sprachen – die Palette reicht von Englisch und Französisch bis hin zu Russisch und Schwedisch. Der Tourismus-Manager denkt intensiv über besondere Angebote in der Altstadt nach. So kann er sich vorstellen, auf dem Hühnermarkt, dem zentralen Platz des Quartiers, Jazz-Konzerte zu veranstalten. Ein regelmäßiger Wochenmarkt dagegen, wie er von Besucherinnen und Besuchern der Altstadt gefordert wurde, scheitert wohl an logistischen Problemen. „Es gibt zu wenig Raum für die Stände und die Erschließung ist schwierig.“

Die Dom Römer GmbH hat für die neue Altstadt einen „Feuerwehr- und Aufstellplan“ erarbeitet – in enger Abstimmung mit Branddirektion und städtischer Bauaufsicht. Darin ist genau geregelt, was geschieht, wenn es in der Altstadt brennt.

Die Zufahrten für die Rettungsfahrzeuge sollen über den Römerberg, den Domplatz und den Rebstockhof möglich sein. Die Gassen und der Krönungsweg zwischen Römerberg und Dom sollen breit genug sein für Lösch- und Rettungswagen.

Darüber war im städtischen Sonderausschuss Dom-Römer sowie im Gestaltungsbeirat unter dem Vorsitz des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler intensiv diskutiert worden.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Neue Altstadt Frankfurt

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