Lade Inhalte...

Nachhaltigkeitszentrum Pier F in Frankfurt Vorhänge aus PET-Flaschen

Das Nachhaltigkeitszentrum Pier F im Frankfurter Osthafen zieht um. Es wird künftig an zwei Standorten zu finden sein.

Nachhaltigkeit in Frankfurt
Susanne Petry ist Geschäftsführerin von Pier F. Foto: Monika Müller

Das Nachhaltigkeitszentrum Pier F zieht um. Bis August wird die Einrichtung das Haus am Franziusplatz im Osthafen geräumt haben, der Mietvertrag endet. Das Zentrum wird künftig an zwei Standorten zu finden sein: Nur wenige Meter vom bisherigen Gebäude entfernt an der Franziusstraße 8-14 und im Fechenheimer Gewerbegebiet an der Ferdinand-Porsche-Straße. 

Pier F verstehe sich als Lernort und Treffpunkt zu den Themen Nachhaltigkeit und Innovation, sagt Gründerin und Inhaberin Susanne Petry, „und als Netzwerk“. Dieses Konzept soll in den neuen Räumen fortgesetzt werden. Dass die Einrichtung künftig getrennt ist, sei einerseits unglücklich, „anderseits ist es eine Chance.“ So soll an der Franziusstraße eine Akademie mit Workshops zum Thema Nachhaltigkeit aufgebaut werden, Schwerpunkte sind Bauen und Energie.

Auch will Petry den Schauraum erweitern. Dort werden etwa Fußböden aus recyceltem Kunststoff, Tonputze für Wände, Vorhänge aus wiederaufbereiteten PET-Flaschen oder Dämmplatten aus Hanf präsentiert. Vorgeführt wird auch eine Klimadecke, durch die warmes oder kaltes Wasser fließt, und die energieeffizient kühlen oder heizen kann. Pier F wolle zeigen, „welche Alternativen es auf dem Markt gibt“, sagt Petry. 

Am neuen Standort an der Ferdinand-Porsche-Straße soll der Ausstellungsraum ausgebaut werden. Konnte das Zentrum bislang nur im Inneren agieren, habe der Eigentümer in Fechenheim zugesagt, dass das Zentrum das Gebäude auch von außen nutzen   könne. Geplant sei, die Liegenschaft zu untersuchen, „wie es energetisch optimiert werden kann“, sagt Petry. Denkbar sei etwa, das Dach und die Fassaden zu begrünen und eine Photovoltaikanlage zu installieren. Noch stehe das Konzept für den Schauraum nicht. Dieser werde voraussichtlich erst Anfang kommenden Jahres eröffnet. 

Die neuen Räume im Osthafen sollen erneut von einer Bürogemeinschaft aus acht Partnern, in der sich alle mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, bezogen werden. Darunter sind etwa Texter, Grafiker, Architekten, eine Heilpraktikerin und ein Firma, die kompostierbare Windeln vertreibt, zu finden. Gemeinsam mit diesem Team möchte Petry auch in Zukunft Führungen zu nachhaltigen Projekten und energieeffizienten Gebäuden in Frankfurt organisieren. Über das Magazin „Pier F“ will die Gruppe die verschiedenen Facetten der Nachhaltigkeit und die Akteure aus Frankfurt und der Region präsentieren.  

Auch am Grünwärts-Festival will Susanne Petry festhalten. Mitte Juni lockte dieses viele, die sich für eine gesündere und lebenswertere Umwelt interessieren, an den Franziusplatz. Denkbar sei, dass das Fest künftig am neuen Standort stattfinde. 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen