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Museumsuferfest 2017 Betonsperren sollen mögliche Attentäter aufhalten

Die Frankfurter Polizei setzt beim Museumsuferfest auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen - auch wenn keine konkrete Gefahr droht.

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Jenseits des Eisernen Stegs haben die Vorbereitungen für das Museumsuferfest am Wochenende (25.-27.8.2017) begonnen - wie die meisten Großveranstaltungen seit den Anschlägen von Nizza geschützt durch schwere Betonquader. Foto: Gemmer

Wieder einmal kommen in Frankfurt die Betonsperren zum Einsatz, die einen Terroranschlag mit einem Last- oder Lieferwagen verhindern sollen. Beim Museumsuferfest, das am morgigen Freitag beginnt, wird es mehrere Standorte geben, wie die Polizei mitteilte: am Schaumainkai (zwischen Schiffer- und Dürerstraße), am südlichen Mainufer zwischen Friedensbrücke und Alte Brücke, am Untermainkai und am Mainkai sowie an den Auffahrten zur Untermainbrücke.

Nach dem Terroranschlag in Nizza im vergangenen Sommer hatte die Stadt die tonnenschweren Betonsperren angeschafft und beim vergangenen Museumsuferfest erstmals aufgestellt. Auch an Silvester und bei der Bahnhofsviertelnacht kamen sie zum Einsatz. Selbst größere Fahrzeuge sollen von den Sperren aufgehalten werden.

Es gebe keine konkrete Terrorwarnungen, betonte Polizeisprecherin Chantal Emch am Mittwoch im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Eine abstrakte Gefahr bestehe aber, deshalb sei es nötig, die Sperren aufzustellen.

Aber es ist nicht nur die Angst vor einem Terroranschlag, die die Polizei umtreibt und Hinweise an die Besucherinnen und Besucher des Festes verfassen lässt. Bei Veranstaltungen dieser Größenordnung – die Stadt hofft auf drei Millionen Menschen an den drei Tagen – sei immer auch mit Trickdieben zu rechnen, sagt Emch. Deshalb: Nur das Nötigste mitnehmen und weder Geldbörsen noch Handys in die hintere Hosentaschen stecken.

Wegen der gesperrten Brücken und Straßen am Ufer rät die Polizei den Besuchern, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Zudem warnen die Beamten Hobbypiloten. Drohnen über Menschenansammlungen fliegen zu lassen, sei verboten. Ein Verstoß könne ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro nach sich ziehen. Beim Museumsuferfest 2015 war eine Drohne abgestürzt und auf dem Holbeinsteg aufgeschlagen.

Anders als man vermuten könnte hat die Polizei mit Besuchern, die ins Wasser fallen, kaum Arbeit. Zwar ist es gerade abends auf den Uferwegen extrem eng, und manch einer balanciert auf der Kaimauer. Dennoch spricht Chantal Emch nur von „Einzelfällen“, in denen Menschen aus dem Main gezogen werden müssen. Diese Aufgabe erledigten die Wasserschutzpolizei und das DLRG.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Museumsuferfest 2017

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